Segen und Heilkraft der Stille
Wollten Sie schon immer mal in einer Kirche übernachten? Morgen Samstag haben Sie Gelegenheit dazu. In der Nacht auf Sonntag wird die Wasserkirche zur stillen Herberge: Direkt an der Limmat darf man sein Lager im Kirchenschiff aufschlagen. Dazu gibt es Gute-Nacht-Lieder von Musikerinnen und Musikern der Pfarrei Dreikönigen.
Ein weiteres Highlight für Kurzentschlossene findet schon heute Abend am selben Ort statt: Seelsorger Jürgen Heinen stellt in seinem Vortrag Persönlichkeiten aus der Bibel, der Menschheitsgeschichte und dem heutigen Leben vor und lädt dazu ein, sich durch diese Impulse der heilsamen Lebenskraft zu öffnen. Unterstützt wird das Festival von der Katholischen Kirche im Kanton Zürich sowie von Katholisch Stadt Zürich.

Schauen Sie unbedingt noch ins Programm bis Sonntag – von innerer Stille durch Klang über Dankbarkeitsübungen bis hin zu einer Traumreise zum Goldenen Schloss gibt es noch vieles zu entdecken. Die nächste Ausgabe findet erst wieder in zwei Jahren statt.
Dabei scheint Stille und Ruhe nötiger denn je – auch Nonnen und Mönche leiden zunehmend an Burnout, wie auf dem Portal kath.ch thematisiert wurde.

Das Motto des 1. März lautet: «Selbstbestimmt und eingebunden» – der weltliche Aktionstag der Kranken erinnert jedes Jahr an die Bedürfnisse und Herausforderungen unserer kranken und beeinträchtigten Mitmenschen und würdigt zugleich das Engagement von Pflegepersonal und Angehörigen. Den Tag gibt es bereits seit 1939, initiiert von der Schweizer Tuberkulose-Ärztin Marthe Nicati. 1992 rief Papst Johannes Paul II. den 11. Februar als kirchlichen Tag der Kranken ins Leben. Viele Pfarreien feiern dennoch auch am 1. März spezielle Gottesdienste, so zum Beispiel die Pfarrei Heilig Geist in Altstetten. Wer mehr erfahren will, kann in der Agenda von Forum, dem Magazin der Katholischen Kirche im Kanton Zürich, nachsehen.

Wer schon beim Eintragen von Terminen ist, sollte auch den Weltgebetstag nicht vergessen. Wie immer findet er am ersten Freitag im März statt, dieses Jahr am 6. Die Mitfeiernden werden nach Nigeria mitgenommen. Sicher, Themen wie Verfolgung von Christinnen und Christen, Krieg, Terror und Gewalt gegen Frauen und Mädchen kommen in den Sinn. Doch die Organisatoren wollen vor allem die Kraft, den Mut und die Hoffnung des Landes zeigen – ganz im Sinn des diesjährigen Mottos: «Ich will Euch stärken, kommt!»

Wenn wir bei den grossen Themen der Menschheit sind, darf der Hunger nicht fehlen. Unter dem Titel «Hunger ist kein Schicksal, sondern ein menschgemachtes Problem» lädt ein Pop-Up Escape Room in der Umweltarena Spreitenbach dazu ein, sich spielerisch mit der Hungerkrise auseinanderzusetzen. Unterstützt von der Katholischen Kirche im Kanton Zürich und mitgetragen von Sufosec, der Schweizer Allianz für nachhaltige Ernährung weltweit, will man die Fastenzeit dazu nutzen, um an acht Wochenenden von Februar bis April für das Thema Hungerkrise zu sensibilisieren. Kinder und Erwachsene können in einem umfunktionierten Transportcontainer ihr Wissen, Teamarbeit und emotionales Erleben miteinander verbinden. Hier können Sie sich anmelden.
Auch unser Bischof Bonnemain war vergangene Woche engagiert unterwegs zum Thema Hunger: An drei Impulsveranstaltungen für ein Projekt in Kenia, einem Schwerpunkt der diesjährigen ökumenischen Fastenaktion, rief er zu gelebter Solidarität auf. Dies unter dem Motto des Bistumsjahres «Hören-Handeln-Hoffen». Die drei Verben stehen für Synodalität, Diakonie und Evangelisierung. Von den dreien liegt ihm das Handeln besonders am Herzen. Deshalb lud er nach Chur, Zürich und Einsiedeln ein, stellvertretend für die drei Bistumsregionen.

Nächstens werde ich Ihnen an dieser Stelle schon viel mehr über den Bistumstag vom 31. Mai erzählen. Aber das Programm – vor allem das Bühnenprogramm – ist noch «in the making», wie man so schön sagt. Die Namen beispielsweise der Podiumsgäste, die sich am Nachmittag des Festtages vertieft zur Zukunft der Kirche unterhalten werden. Was sich sagen lässt: Die 30 Stände sind alle verteilt, und die Dienststellen und Engagierten der Kirche sind daran, ihren Auftritt vor der Öffentlichkeit vorzubereiten. Das Schaufenster am Hauptbahnhof Zürich ist gelegt – eine einmalige Chance, sich zu zeigen.

Auch die Reputationskampagne der Kirche geht in den Schlussspurt. Nach Ostern soll der lang erwartete Film lanciert werden, ergänzt durch Poster, Plakate und Blachen an den Kirchtürmen. Wir nutzen bis dahin die Social-Media-Kanäle für die aktuell laufende Aktion, «Kirche wirkt». Hier wird auch transparent gezeigt, wofür die Kirche mehr als 50 Millionen Franken Steuergelder einsetzt. Nämlich viel – lesen Sie hier Genaueres. Verschiedene Testimonals auf unseren Socia-Media-Kanälen bezeugen dies.

In der heutigen Zeit ist natürlich auch unser Bischof online präsent. So erfahren wir, wo er seine Einkehrtage zur Fastenzeit verbringt. Im Kloster Mariazell Wurmsbach, zusammen mit dem Bischofsrat der Diozöse Chur. In der Stille, in Gemeinschaft, in Begegnung - und manchmal wohl ganz bewusst in Einsamkeit. Kurz: Ganz als Mensch.

Geniessen Sie die ersten Frühlingsstrahlen. Bleiben Sie innerlich ruhig. Es macht Sie zu einem besseren Menschen.
Herzlich,
Manuela Moser
Der Inhalt dieses Newsletters gibt die persönliche Meinung des Autors oder der Autorin wieder. Diese muss nicht in jedem Fall der Meinung der Katholischen Kirche im Kanton Zürich entsprechen.
Sie können den Newsletter hier abonnieren
Kommentare anzeigen