Kirche aktuell

Würdigung als Wegbereiter Katholisch Zürich dankt +Hans Cantoni

Mit Hans Cantoni wird Montag, den 25. Mai 2020, eine markante Priesterpersönlichkeit der katholischen Kirche im Kanton Zürich zu Grabe getragen.
19. Mai 2020 / Katholische Kirche im Kanton Zürich

In Zürich aufgewachsen hat Hans Cantoni nach ersten Vikariatsjahren in seiner Heimatstadt im Auftrag des damaligen Generalvikars Dr. A. Teobaldi in Münster und Löwen Politik-und Sozialwissenschaften studiert und nach seiner Rückkehr nach Zürich den Umbruch in Gesellschaft und Kirche mitgestaltet.

Kirchliches Leben in die Moderne begleitet

Er war massgeblich beteiligt am „Strukturmodell für die katholische Kirche im Kanton Zürich“, das 1971 erschienen ist und die Entwicklung des kirchlichen Lebens aus dem Milieukatholizismus in die Moderne begleitet hat.

Als Direktor der Pastoralsoziologischen Studienstelle in Zürich und als Dozent für Pastoralsoziologie an der Theologischen Hochschule Chur blieb er als Armeeseelsorger und als Pfarrer stets der praktischen Seelsorge verbunden.

Pfarrer aus Leidenschaft

Hans Cantoni war Pfarrer aus Leidenschaft und diente als solcher der Pfarrei St. Anton volle 30 Jahre lang. Gerne hätte er als Domherr des Domkapitels Chur noch an der Wahl eines neuen Diözesanbischofs teilgenommen. Doch dieser Absicht standen seine zunehmenden Altersbeschwerden und die Verzögerung in der Neubestellung der Bistumsleitung entgegen.

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Hans Cantoni ist am 14. Mai 2020 im Alterszentrum St. Peter und Paul gestorben. Aus der Ewigkeit bleibt er einer guten Zukunft seines geliebten Bistums verbunden. Im Namen der katholischen Kirche im Kanton Zürich und des Bistums Chur danke ich Hans Cantoni für sein segensreiches Wirken im Reich Gottes.

Josef Annen
Delegierter des Apostolischen Administrators für die Bistumsregion Zürich-Glarus

Todesanzeige des Bistums

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Hans Cantoni. Foto: Gaëtan Bally