Kirche aktuell

Sternschnuppen über Mittag Über leuchtende Frauengestalten

Jeweils im Advent organisiert die Christkatholische Kirchgemeinde Zürich in der Augustinerkirche (Münzplatz / Bahnhofstrasse) über Mittag Sternschnuppen.
28. November 2019 / Katholische Kirche im Kanton Zürich

Es sind Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Politik, Kultur und Kirche, die Urs Stolz, Präsident der Christkatholischen Kirchgemeinde Zürich, jeweils für ein offenes Wort einlädt. Am 28. November über Mittag stand mit Franziska Driessen-Reding die erste Frau als Synodalratspräsidentin der Römisch-katholischen Körperschaft auf der Kanzel der Christkatholiken - musikalisch umrahmt von Alexandra Iten-Bürgi (Cello) und Merit Eichhorn (Truhenorgel).

"Sternschnuppen" in der Augustinerkirche

«Sternschnuppen sind Himmelszeichen, die in uns die Hoffnung auf die Erfüllung unserer Wünsche wecken – zumindest auf die Wünsche, die wir zutiefst in unseren Herzen tragen. ... Mich erinnern Sternschnuppen an viele Frauengestalten in unserer Geschichte.» So eröffnete Franziska Driessen-Reding ihre Rede vor rund 150 Personen, die sich in der Augustinerkirche eingefunden hatten. Sie spannte einen Bogen mit leuchtenden weiblichen Sternschnuppen von der Fraumünster-Äbtissin Katharina von Zimmern über die Schwesterngemeinschaft des Klosters Fahr mit Priorin Irene bis hin zur Religionsministerin Jacqueline Fehr, der Stadträtin Corine Mauch und Doris Wagner Reisinger, der ehemaligen Nonne, die in Rom mehrfach sexuell missbraucht wurde.

Ihre Rede schloss Synodalratspräsidentin Driessen hoffnungsvoll und mit einem Wunsch:

«Über der Krippe von Bethlehem, in der bekanntlich eine junge Frau den Messias als Hoffnung der Welt gebar, über dieser Krippe, die wir in diesen Tagen gern aufbauen, strahlte auch ein Stern. Vielleicht war es auch nur eine zaghafte, flüchtige, sich ganz schnell wieder verlierende Sternschnuppe. Aber sie leuchtete! In diesem Moment wurde offenbar, dass Gott mitten unter uns Menschen sein will, dass unsere Hoffnung auf Licht in aller Dunkelheit nicht sinnlos ist, dass diese Welt mit ihren dunklen Seiten nicht alles ist. Ich wünsche Ihnen und mir, dass wir in den kommenden Adventswochen aufmerksamer als sonst den Sternschnuppen unserer Tage nachspüren, in ihrem flüchtigen Licht neue Hoffnungszeichen erkennen, die uns durchs Leben tragen. Ich wünsche uns allen friedliche und frohe Weihnachten.»

application/pdf Sternschnuppen über Mittag, 28.11.19_Franziska Driessen-Reding.pdf — 159.5 KB