Kirche aktuell

Aschermittwoch «Kirche to go»

Am Aschermittwoch, 18. Februar, beginnt die 40-tägigen Fastenzeit zur Vorbereitung auf Ostern. In Deutschland wird die Tradition des Aschenkreuzes schon länger auf unsere Zeit adaptiert. Nun laden auch Pfarreien bei uns zum «Aschenkreuz to go» ein. Und auch weitere Angebot öffnen sich den Menschen und begegnen ihnen mitten im Alltag.
16. Februar 2026 Katholische Kirche im Kanton Zürich

Der Name «Aschermittwoch» geht auf ein uraltes Symbol zurück: das Aschenkreuz, das als Zeichen der Besinnung und der Erneuerung auf die Stirn gezeichnet oder auf das Haupt gestreut wird.

Alte Tradtition neu gedacht

Traditionell wird das Aschenkreuz im Rahmen eines Gottesdienstes gespendet. Mit dem Angebot «Aschenkreuz to go» wagen mehrere Kirchen im Kanton einen Schritt nach draussen – mitten ins städtische Leben.

  • Die Katholische Pfarrei St. Peter und Paul in Winterthur lädt am Mittwoch, 18. Februar, von 11:30 bis 13:30 Uhr, Passantinnen und Passanten ein, vor der Kirche St. Peter und Paul im Neuwiesenquartier das Aschenkreuz zu empfangen – unkompliziert, offen und ohne Anmeldung. Vielleicht entsteht dabei auch die Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch oder einer Tasse Tee. So kann dieses einfache Ritual zum Impuls werden, die Fastenzeit bewusster zu beginnen.

Die Idee zur Aktion kam mir bei einem Besuch der Citypastoral in Essen. Dort teilen sie das Aschekreuz mitten in der belebten Fussgängerzone in der Innenstadt.
Jan Bergauer, Seelsorger St. Peter und Paul 

  • Am selben Tag können auch die Menschen mitten in Zürich das «Aschenkreuz to go» im Empfang nehmen. Von 14:00 bis 16:00 Uhr spendet die Pfarrei Bruder Klaus auf dem Rigiplatz dieses Zeichen zur Erinnerung daran, dass der Tod nicht das Ende des Lebens ist und wir auf die verheissene Auferstehung und das ewige Leben bei Gott vertrauen dürfen.

Die spannendste Herausforderung wird sein, wie die Leute auf das «Aschenkreuz to go» reagieren.
Jan Bergauer

Wie auch immer: Das «Aschenkreuz to go» bietet Raum für eine kurze Atempause im Alltag – zwischen Mittagessen und Sitzungsstress, als Insel der Ruhe oder als Auftakt zu einer besinnlicheren Zeit.

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Geh-hin-Kirche

Unser Alltag ist heute oft ausgefüllt bis zur letzten Sekunde. Private und berufliche Termine füllen die Wochen und Monate. Viele Menschen finden auch deshalb den Weg in die Kirche nicht mehr. Wenn die Menschen nicht mehr in die Kirche kommen, dann muss die Kirche eben zu den Menschen gehen.

Das «Aschenkreuz to go» ist nur ein Beispiel dafür, wie Kirche sich öffnen kann. Die Pfarrei Bruder Klaus Zürich bietet noch weitere Möglichkeiten, Kirche mitten im Alltag zu erleben:

  • «Suppe to go» am Mittwoch, 4. März, von 12 bis 14 Uhr vor der Kirche Bruder Klaus
  • «Oster-Segen to go» am Dienstag, 7. April, von 14 bis 16 Uhr  erneut auf dem Rigiplatz 

Das ist gelebte Kirche in der Nachfolge Jesu, mitten unter den Menschen.