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Peter Bürcher, Apostolischer Administrator in Chur Nur für eine kurze Zeit

Peter Bürcher, emeritierter Bischof von Island, ist seit dem 20. Mai Apostolischer Administrator der Diözese Chur. Er sieht sich als Übergangslösung für einige Monate. Zur Frage, weshalb es in zwei Anläufen nicht zu einer Bischofswahl gekommen ist, kann, will oder darf er nichts sagen.
19. September 2019 / Katholische Kirche im Kanton Zürich

forum: Herr Bischof, wie haben Sie die ersten Wochen als Apostolischer Administrator im Bistum Chur erlebt?
Peter Bürcher: In der Westschweiz gibt es den Ausdruck «Je suis déçu en bien» (wörtlich übersetzt: Ich bin im Guten enttäuscht). Genauso ist es mir ergangen: Ich war überrascht und erfreut über den freundlichen Empfang. Ich bin beispielsweise froh, dass mich die Synode der Körperschaft in Zürich sofort nach meinem Amtsantritt eingeladen hat. Und ich werde demnächst mit Verantwortlichen der Körperschaft hier in Chur das Gespräch weiterführen.

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Wie ist es zu Ihrer Ernennung gekommen?
Sie war für mich eine totale Überraschung. Nie ist mir der Gedanke gekommen, dass ich Apostolischer Administrator im Bistum Chur werden könnte. Als ich noch Regens im Priesterseminar Fribourg war, habe ich meinen Seminaristen immer eingeschärft: Wenn der Bischof dir eine neue Aufgabe übertragen will, und du Bedenken hast, dann sage ihm alles, was du zu sagen hast, er ist ja dein Vater. Wenn aber der Bischof dich am Ende trotzdem für diese Aufgabe will, dann sage nicht «Nein».
Genau in dieser Situation war ich im Gespräch mit dem Papst. Ich habe all meine Bedenken vorgebracht. Er hat gut zugehört. Aber er hat diesen Dienst dennoch von mir gewünscht.

Wie hat Sie der Papst überzeugt?
Ich habe gespürt, dass das Bistum Chur dem Papst wirklich am Herzen liegt, und dass er sobald wie möglich eine gute Lösung finden will. Und er hat mir versprochen, dass meine Amtszeit nur wenige Monate dauern würde.

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Peter Bürcher, Apostolischer Administrator der Diözese Chur.Foto: Manuela Matt