Kirche aktuell

Bistum Chur Drei Phasen zur Erneuerung der Kirche im Bistum

Kirche muss sich erneuern. Darin sind sich alle einig. Die Vielfalt der Realität in den verschiedenen Bistümern und Sprachregionen fordert die Schweizer Bischofe jedoch so heraus, dass zuerst jedes Bistum selber konkrete Schritte einleiten soll. Bischof Bürcher hat für das Bistum Chur einen Drei-Phasen-Plan entschieden.
07. Januar 2020 / Katholische Kirche im Kanton Zürich

Bischof Peter Bürcher veröffentlichte am Dreikönigstag ein Schreiben mit dem Titel «Gemeinsam auf den Weg der Erneuerung der Kirche im Bistum Chur». Darin gliedert er den Weg im Bistum Chur in drei Phasen: Hören auf Gottes Wort (bis Ostern 2020), Hören aufeinander (bis zum Advent 2020) und im Sich-überraschen-lassen (Zeitplan offen bis 2021).

Vielfalt fordert heraus

Den Willen, gemeinsam mit allen Gläubigen der Schweiz einen gemeinsamen Weg des Glaubens zu gehen, haben die Schweizer Bischöfe anlässlich ihrer Vollversammlung vom Dezember 2019 zwar bekräftigt, gleichzeitig konnten sie sich aber nicht auf einen gemeinsamen Weg einigen. Das Ringen um ein gemeinsames Vorgehen wird noch länger dauern. Bischof Bürcher ist der erste, der jetzt für sein Bistum einen Weg vorschlägt.

Enden «alcuni mesi» an Ostern 2020?

Für «alcuni mesi» - ein paar Monate - hat Papst Franziskus Bischof Bürcher gebeten, in Chur als Apostolischer Administrator zu wirken. Das war im Mai 2019. Zwischen den Zeilen lässt Bischof Bürcher jetzt durchblicken, dass in der zweiten Phase um Ostern ein neuer Bischof die Geschickte im Bistum Chur übernehmen und dann «zum vertieften Austausch und zur gemeinsamen Kommunikation» eine Koordinationsgruppe bilden könnte. Es bleibt weit offen, ob ein neuer Bischof dies tun wird und wie er die Zusammensetzung einer solchen Koordinationsgruppe entscheiden wird. Am Konkretesten bleibt das Gebet. Deshalb findet sich auf der Homepage des Bistums ab jetzt jeden Tag ein Gebet, das den Weg zur Erneuerung begleiten soll.

Pastoralkongress und Diskussionsabend

Gebetet wird in unserem Bistum oft und viel. Und wer die Ohren spitzt, kann vernehmen, dass in Zürich Hinhören bereits geschieht. Am 14. März stellt sich der Pastoralkongress in Zürich brennenden Fragen der Zeit und der Erneuerung der Kirche. Engagierte Ehrenamtliche und Seelsorgende bringen ihre Sicht und ihre Erfahrungen aus dem Alltag ein und suchen zusammen nach Antworten für die Zukunft der Kirche.

Und am 31. März laden der Stadtzürcher Dekan und der Präsident des Stadtverbandes ein zu einem Diskussionsabend «Zukunft katholisch Stadt Zürich 2030». Die Erkenntnisse verschiedener Arbeitsgruppen führen zur Diskussion, wie die Kirche ihr Engagement unter veränderten Bedingungen gut gestalten kann.