Positionspapier der katholischen Spitalseelsorge Streit um Sterbehilfe
Die Spital- und Klinikseelsorge begleitet jährlich Tausende von Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie Mitarbeitende an rund 30 Spitälern und Kliniken im Kanton Zürich. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung bringt sie eine Perspektive in die öffentliche Diskussion ein, die bisher wenig Beachtung findet.
Während in der öffentlichen Debatte vor allem über die Selbstbestimmung von Patientinnen und Patienten gesprochen wird, richtet die Spitalseelsorge den Blick auf eine bislang wenig beachtete Frage:
«Welche Folgen hat die institutionelle Zulassung assistierter Suizide für jene Menschen, die tagtäglich im Spital Verantwortung tragen? Bereits heute arbeiten viele Behandlungsteams unter hoher psychischer und zeitlicher Belastung. Zusätzliche ethische Konflikte benötigen Begleitung, Nachbearbeitung und Ressourcen – Themen, die in der aktuellen Diskussion bislang zu wenig Beachtung finden.»
Das Positionspapier beleuchtet insbesondere drei Themenfelder:
- den Auftrag und das Selbstverständnis von Akutspitälern,
- die ethischen und psychischen Auswirkungen auf interprofessionelle Behandlungsteams,
- sowie die langfristigen Folgen für Vertrauen und Kultur im Gesundheitswesen.
Die Katholische Spital- und Klinikseelsorge respektiert den geltenden rechtlichen Rahmen und die persönliche Autonomie von Patientinnen und Patienten. Gleichzeitig regt sie an, die Auswirkungen einer institutionellen Verankerung assistierter Suizide sorgfältig, interdisziplinär und unter Einbezug aller betroffenen Berufsgruppen zu diskutieren.
Mit ihrem Positionspapier möchte die Katholische Spital- und Klinikseelsorge einen sachlichen Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung leisten und den Dialog zwischen Politik, Gesundheitswesen, Ethik, Religionsgemeinschaften und Gesellschaft fördern.
Hier finden Sie das Positionspapier als pdf-Datei zum Download
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