YESH!-Filmtage Kein bisschen leiser
Die Filmtage haben sich in den letzten elf Jahren von einem kleinen Nischenevent zu einem bedeutenden Höhepunkt im Stadtzürcher Kulturleben entwickelt.
«Wir zeigen Filme, die auch innerhalt der jüdischen Gemeinschaft umstritten sind und im Yesh!-Team intensive Debatten auslösten.» (Michel Rappaport)
Das Festival des neuen jüdischen Films richtet sich an Menschen aller Konfessionen und Identitäten und zeichnet sich aus durch Offenheit, Toleranz, Diversität und Dialogbereitschaft.
Kritisches Denken statt Propaganda
Das Massaker vom 7. Oktober 2023 und der Krieg in Gaza erfordern eine kluge, kritische Auseinandersetzung. «Wir wollen nicht provozieren, sondern diskutieren», sagt Festivaldirektor Rappaport und fügt hinzu «Unsere Filme sollen zum Denken anregen, nicht zu Parolen verleiten».
Doch auch YESH! ist von den Auswirkungen einiger Boykotte betroffen. So können beispielsweise ein Film des arabisch-israelischen Regisseurs Scandar Copti sowie der libanesisch-kanadischen Filmemacherin Amber Fares nicht gezeigt werden, da sie nicht freigegeben wurden.
Vielfalt zeigen und Diskurs fördern
Ein amerikanischer Jude, der sagt, die Kibbuzim seien auf den Ruinen arabischer Dörfer erbaut worden; Benjamin Netanjahu, der Korruptionsvorwürfe abwehrt; Palästinenser, die sich von Kämpfern zu Pazifisten wandeln: Dies sind nur drei von 30 teils kontroversen Filmen aus dem Programm des Filmfestivals.
«Wir wollen einordnen, vertiefen, verstehen – und jüdisches Leben in seiner Vielfalt sichtbar machen: vielschichtig, streitbar, lebendig.» (Michel Rappaport)
Daneben eröffnet YESH! einen Raum für spannende Gespräche mit Filmschaffenden und Fachleuten. Die sieben Festivaltage sollen dazu beitragen, den Diskurs zu fördern, historische Geschehnisse sowie die aktuelle, besorgniserregende Lage einzuordnen.
Infos zum Filmfestival
Das Festival zeigt zum 11. Mal Neues aus der jüdischen Filmwelt. Spielstätten sind das Houdini, Riffraf, Arthouse und Le Paris in Zürich.
Zum vollständigen Programm
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