Kirche aktuell

Frauen*KirchenStreik in Zürich

Am Freitag, den 14. Juni, ist es soweit: Schweizweit streiken die Frauen für Lohngleichheit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Anerkennung der unbezahlten Arbeit. Mit dabei – und erkennbar am pinken Punkt – sind auch viele kirchlich engagierte Frauen oder Mitarbeitende.
12. Juni 2019 / Katholische Kirche im Kanton Zürich / 1 Kommentar

«Wir sind wirklich in Aktion», sagt Barbara Acklin, Geschäftsführerin vom Frauenbund Zürich. «Ich freue mich sehr, dass gerade so viel Bewegung in die Frauenfrage kommt.»

Der Zürcher Frauenbund koordiniert die Aktionen im Kanton Zürich und unterstützt die Frauen vor Ort. Ziel ist es, die Anliegen in die Kirchgemeinden und Pfarreien zu tragen, aber auch als Kirchenfrauen am Frauenstreik aufzutreten.

 

Aktionen am 14. Juni in Stadt und Kanton Zürich

 

St. Konrad Zürich

Von 15.30 -16.30 Uhr sind Frauen auf dem Kirchenvorplatz St. Konrad, Fellenbergstr. 231, eingeladen zu Kafi und einer kleinen Süssigkeit. Anschliessend gehen die Frauen gemeinsam an die offizielle Demo, ab 17 Uhr rund um den Helvetia-Platz. Die Initiative dabei zu sein, kam aus der Frauengemeinschft in St. Konrad, die Frauen im Pfarreiteam machten gern mit. Nun rufen die Frauen in allen Gottesdiensten und im Pfarrei-Newsletter zur Teilnahme auf.

 

Kirche St. Martin in Illnau-Effretikon

Vollbildaufzeichnung 07.06.2019 085927.jpg

In der Pfarrei Illnau Effretikon werben Plakate mit dem pinken Punkt auf allen Anschlag-Tafeln für die Teilnahme an der Demonstration in  Zürich. Gemeinsam mit Pfarreileiterin Monika Schmid gehen die Kirchenfrauen an den Streik: «Wir tragen alle den grossen pinken Punkt des SKF auf unseren Pullis, auf dem Gleichberechtigung. Punkt. Amen steht», so Monika Schmid.

Am 16. Juni heisst das Thema des Sonntag-Gottesdienstes dann: Unsere Stärken! Der Gottesdienst beginnt ganz «normal» - dann werden alle Frauen und Mädchen nach vorne gebeten und gemeinsam aus der Kirche ausziehen. Die passenden Wort dazu: Das bleibt, wenn die Frauen ausziehen! Monika Schmid: «Wir kommen dann wieder zurück und thematisieren nochmals die Gleichberechtigung in der Kirche».

 

Maria Lourdes, Zürich-Seebach

Pastoralassistentin Melanie Wakefield lädt gemeinsam mit verschiedenen Einrichtungen im Quartier wie dem benachbarten Maxim-Theater zum Fest zum Frauenstreik: «Es geht uns nicht nur um die Anliegen der Kirchenfrauen sondern allgemein die der Frauen. Wir wollen mit unserem Fest etwas Fröhliches veranstalten uns vernetzen.» Ein Spielmobil steht für Kinder parat, der Pizzawagen ebenfalls, Plakate für offizielle Demo können noch gebastelt werden. Der Kirchplatz verwandelt sich mit einem Zelt in einen Festplatz für das gesamte Quartier! Eine weiter Besonderheit: Für die Frauen, die ihre noch kleinen Kinder nicht an die Demo mitnehmen möchten, kann eine individuelle Kinderbetreuung organisiert werden. 

Hier der Flyer zum Frauen-Streik-Fest

 

Pfarrei Herz Jesu Wiedikon Zürich

Am 26. Juni 2019 plant das Pfarreiteam von Herz-Jesu Wiedikon ein Solidaritätstreffen mit den Frauen von Maria 2.0, die in Deutschland recht lautstark zur Rolle der Frau in der Kirche Stellung nehmen und Änderungen fordern. Nationalrätin und FDP-Politikerin Doris Fiala ist für eine Teilnahme an der Podiumsdiskussion angefragt.

 

Wallfahrt der Züricher Katholikinnen und Katholiken

Auch an der Zürcher Wallfahrt nach Einsiedeln am 6. Juli ist ebenfalls vorgesehen, dass die Kirchenfrauen mit den prägnanten pinken Punkt auftreten. 

 

«Mit Geduld werden wir die Verhältnisse des Unrechts nicht verändern und erst recht nicht beseitigen, das haben wir über die Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg erfahren und gelernt. Darum wollen wir uns sichtbar und hörbar machen und heute laut sagen «Gleichberechtigung. Punkt. Amen!» (Theologin Jacqueline Keune.)

application/pdf Flyer maria 2.0 print24.pdf — 2.4 MB

Kommentare 1
Renata Maria Jeker Huser schrieb am
2019-06-14 20:06
Gleichberechtigung. Punkt. Amen.
Ich habe zwar (noch) keinen solchen pinken Punkt, doch ich würde ihn wohl mit Stolz und Überzeugung tragen - nicht nur an einem Tag im Jahr, sondern das ganze Jahr über. Und auch nächstes Jahr. Und jedes Mal, wenn ich als Mitarbeiterin in der Kirche meine Fähigkeiten und meine Zeit in den Dienst der Gemeinschaft stelle. Auf dass wir uns alle bewusst werden, dass Gemeinschaft immer auch gleichberechtigtes Handeln heisst.
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