Kirche aktuell

Frauenstreik am 14. Juni Caritas Zürich gegen Frauenarmut

Caritas Zürich ist im täglichen Kontakt mit Menschen, die in prekären Verhältnissen leben. Dabei fällt auf, dass Frauen, insbesondere alleinerziehende Mütter, überdurchschnittlich oft von Armut betroffen sind. Hohe Kinderkosten und mangelnde Möglichkeiten, Beruf und Familie zu vereinen, machen die Situation oft sehr schwierig.
12. Juni 2019 / Katholische Kirche im Kanton Zürich

100 Milliarden Franken verdienen Frauen in der Schweiz pro Jahr weniger als Männer – und dies, obwohl Frauen gleich viel arbeiten. Dies ist aber nicht nur darauf zurückzuführen, dass Frauen im Durchschnitt 18% weniger Lohn als Männer haben. Ein Grossteil der Arbeit, die Frauen leisten – nämlich die Betreuung von Kindern, Haushalt, die Pflege von Angehörigen etc. – ist oft unbezahlte Arbeit. Daraus resultiert leider oft auch eine deutlich tiefere Rente und damit eine finanzielle Schlechterstellung der Frau.

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Armut ist weiblich

Das finanzielle Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen trifft natürlich diejenigen Frauen, die ohnehin ein knappes Budget haben oder gar an der Armutsgrenze leben, noch härter. In vielen Fällen sind auch bereits die Kinder armutsgefährdet: In der Schweiz sind rund 108'000 Kinder von Armut betroffen, weitere 262'000 von Armut bedroht. Eine frühe Förderung oder ein Platz in einer Kindertagesstätte sind häufig zu teuer oder gar nicht vorhanden. Die schlechteren Startchancen können später kaum mehr wettgemacht werden, so dass die Armut oft bis ins Erwachsenenalter bleibt.

Caritas Zürich möchte auf diese Umstände aufmerksam machen und unterstützt darum den Frauenstreik. Für dies setzt sich Caritas Zürich ein:

  • Gleiche Rechte für Frauen und Männer
  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit
  • Sichere Renten für alle
  • Bessere Entlohnung von Care-Arbeit

Mobiles Streik-Café vor dem Landesmuseum

Am 14. Juni 2019 betreiben die aktiven Frauen von Caritas Zürich zwischen 11 und 13 Uhr vor dem Landesmuseum ein mobiles Streik-Café. Passantinnen und Passanten können sich auf einen Kaffee dazusetzen und über Frauenarmut diskutieren. Caritas Zürich setzt ein Zeichen.

 

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