Kirche aktuell

Interview-Reihe Kirche leben in Corona-Zeiten - mit Frank Ortolf

Wir fragen kirchlich engagierte Menschen, wie sich ihr Leben und ihre Arbeit im Lockdown verändert haben. Und was nach Corona davon bleibt. Heute mit Frank Ortolf, Dipl. Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge FH und Dienststellenleiter der Jugendseelsorge.
07. Mai 2020 / Katholische Kirche im Kanton Zürich

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Was war für Sie das einschneidenste Ereignis seit dem Lockdown?

Zu erleben, wie Grenzen zwischen Staaten von einem Tag auf den anderen wieder hochgefahren werden – und dies im angeblichen gemeinsamen Europa.

Wie gehen Sie persönlich mit der neuen Situation um?

Ich versuche, gelassen zu bleiben. Spaziere viel und fahre Velo.

Ihr schönstes Erlebnis in der Corona-Zeit?

Generell zu sehen wie Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme bei vielen Menschen gelebt wird.


Hat Corona die Kirche verändert?

Das werden wir wohl erst später beurteilen können. Es sind zumindest mancherorts kreative Ideen entstanden und die Kirche macht einen Schub im Bereich Digitalisierung.

Was soll nach dem Ausnahmezustand für das kirchliche Leben bewahrt werden?

Vielleicht die Haltung, dass man durchaus improvisieren kann und man flexibel sein muss.

Was haben Sie persönlich aus der Corona-Krise gelernt?

Ich habe gelernt, dass die Gesundheit eines jeden Menschen noch mehr in den Mittelpunkt des Handelns gerückt werden muss.

Hat der Lockdown neben all der bedrückenden Seiten auch etwas Gutes?

Nein. Aus der Krise zu lernen ist notwendig und gut. Aber dem Lockdown im Grundsatz etwas «Gutes» abzugewinnen, finde ich für mich kein passendes Statement. Dafür ist das Leid insgesamt zu gross.

https://www.jugendseelsorge.ch/

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Frank Ortolf, Dienststellenleiter der Jugendseelsorge