Kirche aktuell

Engagement der Kirchen Mahlzeiten für Menschen mit kleinem Budget

Menschen mit kleinem Budget, die psychisch oder physisch beeinträchtigt, suchtkrank oder betagt sind und die sich selbst keine vollwertige warme Mahlzeit kochen können, erhalten in Winterthur täglich eine warme Mahlzeit. Und dies kostenlos.
13. Mai 2020 / Katholische Kirche im Kanton Zürich

Mitte März hatte Marcel Mettler, Mitbegründer der Quellenhofstiftung Winterthur und Präsident der EAW (Evangelische Allianz Winterthur) die Idee für einen Mahlzeiten-Lieferdienst in Winterthur. Die Idee wurde in Koordination mit der Prävention und Suchthilfe der Stadt Winterthur weiterentwickelt und schnell mit weiteren Partnern zur Realität.

Die christlichen Kirchen in Winterthur, die in der EAW und der AGCK (Arbeitsgruppe christlicher Kirchen) finanzieren das Angebot und koordinieren dieses – Andi Kleeli (EAW), Doris Oberli, Sozialarbeiterin von der Pfarrei St. Peter und Paul sowie Susanne Horak von  Koordinationsstelle Pfarreiliche Soziale Arbeit, Katholische Kirche in Winterthur. Susanne Horak erklärt: «Schon in der ersten Woche haben wir aus den sozialen Fachstellen sehr positive Rückmeldungen erhalten. Der Lieferservice funktioniert und bietet Struktur, die Menüs schmecken».

Seit Anfang April übernehmen jeden Tag von Montag bis Freitag Freiwillige die Auslieferung der Mahlzeiten.

 

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Lehrstelle und Arbeitsplatz gesichert

Die gemeinnützige Quellenhofstiftung, die verschiedene Wohn-, Arbeits-, Unterstützungs- und Bildungsangebote anbietet, ist für die Zubereitung der Menüs zuständig, inzwischen sind es jeden Tag gut 50 Mahlzeiten. Für die dort tätigen Mitarbeitenden der Quellenhofstiftung bedeutet das Projekt, dass auch während der Coronazeit ihr IV-Arbeitsplatz bzw. ihre Lehrstelle gesichert ist. Deshalb sind alle motiviert an der Arbeit!

 

«Dieses Projekt konnte nur dank der konstruktiven und fokussierten Zusammenarbeit zwischen den kirchlichen und städtischen Akteuren in dieser kurzen Zeit aufgebaut und umgesetzt werden.» so Susanne Horak, vom OK. «Ein grosses Dankeschön an alle Beteiligten.»