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Lebensmittel wertschätzen Erstes Foodsave-Bankett in Zürich

Das Bankett steht im Zeichen des kulinarischen Genusses und der Vermeidung von «Food Waste», der Verschwendung von Lebensmitteln. Unförmiges Gemüse und übrig gebliebenes Brot stehen am Freitag, 17. September, beim ersten Food Waste-Bankett in Zürich im Rampenlicht.
14. September 2021 Katholische Kirche im Kanton Zürich 2 Kommentare

An einer festlich dekorierten Tafel auf dem Bürkliplatz feiern Freunde und Fremde, Kinder neben Senioren, Touristinnen und Studenten ein urbanes Erntedankfest. Alle sind eingeladen ein feines Menü aus geretteten Lebensmitteln zu geniessen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Das «Foodsave-Bankett Zürich» wird um 18.00 Uhr eröffnet mit Ansprachen des Pfarrers am Grossmünster Christoph Sigrist (Reformierte Kirchgemeinde Zürich), dem katholischen Seelsorger an der Zürcher Predigerkirche Thomas Münch (Katholisch Stadt Zürich) und dem Direktor des Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich, René Estermann. Aufgetischt wird ein dreigängiges Festmahl aus gerettetem Brot, Gemüse und Obst an einer langen, festlichen Tafel. Die ganze Stadt ist eingeladen, sich am Buffet zu bedienen.

Foodsave Bankett in Bern. Foto: Pascale Amez
Foodsave Bankett in Bern. Foto: Pascale Amez

Ein Zeichen gegen Food Waste

Auf dem Weg vom Acker auf den Teller wird ein Drittel aller Lebensmittel verschwendet – in der Schweiz sind das jährlich 2,8 Millionen Tonnen. Mit dem ersten «Foodsave-Bankett Zürich» setzt das Ernährungsforum Zürich mit rund 50 anderen Organisationen, Vereinen und Freiwilligen ein Zeichen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln im Allgemeinen und von Brot im Besonderen. Thomas Münch, Seelsorger an der Predigerkirche:

«In diesem grossen Engagement zeigt sich, dass es viele gibt, denen die Verschwendung von Lebensmitteln nicht egal ist und die sich dafür einsetzen, dass wir einen anderen Umgang mit der Produktion, Verarbeitung und Verbrauch unserer Lebensmittel pflegen können.» 

 

 

Begleitet wird das «Foodsave-Bankett» von kulturellen und informativen Darbietungen. Es gibt eine Bar mit Zürcher Getränken, Live-Musik und Ausstellungen zur Reduktion von Food Waste. Markstände informieren über lokale Foodsave-Initiativen oder über die Kompensation des «Brotfussabdruckes». Als Abschluss liefert eine kleine, urbane Erntedank-Feier weitere Denkanstösse.

Zweite Chance für krumme Rüebli und Brot von gestern 

Für das «Foodsave-Bankett» kochen die Zürcher Spitzenköchinnen und -köche Andi Handke (Babette, Zürich), Sara Hochuli (Miyuko, Zürich), Carlos Navarra (Rechberg 1837, Zürich) und ein ehrenamtliches Team der «Compass Group at Google». Das Küchenteam verarbeitet am Vormittag der Veranstaltung mehrere hundert Kilogramm «Food Waste» zu einem Menü. Die Lebensmittel werden von lokalen Produzentinnen und Produzenten sowie von Foodsave-Organisationen bereitgestellt. Ob überschüssig im Handel oder von mangelnder ästhetischer Qualität – die Lebensmittel sind zu jeder Zeit einwandfrei.

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