Kirche aktuell

Weltfrauentag Engagement für einen lebendigen Glauben

Gleiche Rechte und wirksame Gerechtigkeit für Frauen und Mädchen. Das sind die Forderungen von UN Woman zum diesjährigen Internationalen Frauentag. Auch wenn sich in der katholischen Kirche schon einiges getan hat in den letzten Jahren, bedarf es für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen noch einiges an Arbeit. Gleichzeitig engagieren sich zahlreiche Frauen mit viel Herzblut für eine lebendige Kirche.
06. März 2026 Katholische Kirche im Kanton Zürich

Jolanda Amstutz, Kristina Crvenkovic und Nadine Ratz - starke Frauen, die sich ganz bewusst zur Kirche bekennen und sich auch aktiv in ihr engagieren. Die Katechetin, die Seelsorgerin aus Seuzach-Wiesendangen und die Taizé-Begeisterte stehen exemplarisch für die zahlreichen Frauen, die unsere Kirche tragen. In unserer aktuellen Aktion «Kirche wirkt» zeigen sie auf, wie sie Kirche aktiv mitgestalten und so kirchliche Werte mitten im Leben erfahrbar werden lassen beziehungsweise wie sie ein aktiver Teil der Gemeinschaft sind.

Dieser Weg wird kein leichter sein

Das trotz der Entwicklungen im Bereich der Geleichberechtigung der Weg zum vollständigen Abbau von Ungleichheiten noch nicht vollständig geebnet ist, zeigt ein Interview von Bischof Bonnemain im Januar bei dem es auch um die Frauenweihe ging und das im Nachhinein noch hohe Wellen schlug.

Gefragt, ob einige seiner hochqualifizierten Mitarbeiterinnen nicht auch hervorragende Priesterinnen sein könnten, antwortete Bonnemain: «Es gibt tatsächlich hoch qualifizierte und kirchlich engagierte Frauen, die ich sehr schätze. Ich gehe davon aus, dass, wenn ich sie fragen würde, ob sie Priesterinnen werden möchten, sie kein Interesse hätten. Weil sie bereits heute in dem, was sie tun und wo sie es tun, sich voll engagieren und erfüllt sind.»

Als Antwort druckte der Zürcher Oberländer eine ganze Seite darüber, «was katholische Frauen wollen» (hinter der Bezahlschranke). Und es zeigte sich: Die Frauen im Oberland sind mit dem Bischof von Chur nicht einer Meinung.

Wir bleiben in der Kirche

Auch wenn zahlreiche Frauen aufgegeben und der Katholischen Kirche den Rücken gekehrt haben, gibt es doch zahlreiche wie Jolanda, Kristina und Nadine, die trotz aller Widrigkeiten bleiben. Weil der Glaube ihnen Kraft und Heimat bietet und weil sie die Kirche mitgestalten wollen. Vorerst zumeist an der Basis und in unterstützenden Positionen. Irgendwann vielleicht einmal in führenden Positionen. Tragen tun Frauen die Kirche bereits heute.

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Kristina, Jolanda und Nadine, drei starke Frauen in der Katholischen Kirche im Kanton Zürich