Christian Jott Jennys Festrede zum Filmpreis im Video «Der Film gehört geschaut»
«Der Platz der Kirchen auf dieser Welt ist nicht mehr gottgegeben», sagte Jott Jenny in seiner Rede. Umso wichtiger sei es, dass sich die Kirchen immer wieder fragen: Wer bin ich? Warum mache ich das? Und für wen?
Geschichten erzählen, Menschen erreichen
Dass gerade ein Filmpreis ein geeigneter Ort für diese Fragen ist, liegt für Jenny auf der Hand. Denn Geschichten zu erzählen und Menschen mit Bildern zu erreichen, sei keineswegs etwas Neues für die Kirchen. Der Film sei vielmehr «nur eine neue Form von etwas, das schon Jahrhunderte älter ist», der Tradition des Erzählens, die in den Kirchen seit jeher eine wichtige Rolle spiele.
Dabei sieht Jenny auch einen Wandel in der Haltung der Kirchen. Er begrüsst, dass sie heute weniger darüber bestimmen, was richtig und falsch ist, und stattdessen Perspektiven anbieten. Es wird nicht mehr vorgegeben: «Das ist ein schlechter Film, der gehört verboten», sondern vielmehr: «Das ist ein besonders guter Film, der gehört geschaut.»
Damit trifft Jenny einen Gedanken, der auch dem Filmpreis der Zürcher Kirchen zugrunde liegt: Filme eröffnen Perspektiven, bringen Menschen miteinander ins Gespräch und ermöglichen den Dialog für gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Fragen.
Zum zehnjährigen Jubiläum des Filmpreises hat Christian Jott Jenny seine Gedanken mit viel Humor und Bühnenpräsenz auf den Punkt gebracht.
Hier gibt's weitere Informationen zum Abend der Verleihung des Filmpreises und zum Gewinnerfilm.
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