Kirche aktuell

Dokumentarfilm überzeugt Jury «Colors of White Rock» gewinnt den Filmpreis der Zürcher Kirchen

«Colors of White Rock» des mongolischen Regisseurs Khoroldorj Choijoovanchig gewinnt den mit 10'000 Franken dotierten Filmpreis der Zürcher Kirchen 2026. Die Reformierte und die Katholische Kirche im Kanton Zürich vergeben die Auszeichnung dieses Jahr zum zehnten Mal im Rahmen des Zurich Film Festival.
01. Oktober 2026 Katholische Kirche im Kanton Zürich

Die ökumenische Fachjury würdigte insbesondere die eindrücklichen Landschaftsbilder und den präzisen, beobachtenden Blick des Regisseurs auf die Lebenswirklichkeit der mongolischen Protagonistin Maikhuu. «Je länger ich über den Film nachdenke, desto stärker beeindruckt er mich, weil er nicht vorschnell erklärt oder bewertet. Der Filmemacher vertraut seinen Bildern – und die Jury seinem Publikum», begründet Jurymitglied und Vizepräsident des Kirchenrates Andrea Marco Bianca die Wahl. Der Film verbindet eine persönliche Geschichte mit einem Blick auf die sozialen und ökologischen Folgen des boomenden Bergbaus in der Mongolei.

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Die eindrücklichen Landschaftsbilder von Regisseur und Kameramann Khoroldorj Choijoovanchig eröffnen Zugang zu einer für viele Menschen unbekannten Welt. Foto: © Petite Maison Production

Eine Lastwagenfahrerin auf den Kohlestrassen der Gobi


«Das Schicksal und der Lebensmut dieser mongolischen Frau, die sich in der rauen Arbeitswelt der Lastwagenfahrer behauptet, hat mich tief berührt und mich ohne moralischen Zeigefinger zum Nachdenken gebracht», beschreibt Jurymitglied Brigitta Rotach die Faszination der Dokumentation. «Colors of White Rock» begleitet die dreifache Mutter Maikhuu, eine der wenigen Lastwagenfahrerinnen auf den Kohlestrassen der Gobi, und eröffnet einen Zugang zu einer für viele Menschen unbekannten Welt.

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Obwohl ihre Träume immer wieder platzen, blickt die dreifache Mutter und Lastwagenfahrerin Maikhuu stets nach vorn. Foto: © Petite Maison Production

Mit ihrem Lastwagen transportiert sie Kohle an die chinesische Grenze und bestreitet damit den Lebensunterhalt für ihre Familie. Die Arbeit ist gefährlich und von langen Wartezeiten, Konkurrenz und schwierigen Bedingungen geprägt. Gleichzeitig zeigt der Film Maikhuu als selbstbestimmte und lebensfrohe Frau, die sich in einer stark von Männern geprägten Arbeitswelt behauptet.

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Der vielseitige und vielbeschäftigte Christian Jott Jenny wird die Festrede zum Jubiläum des Filmpreises halten. Foto: zVg

Die Preisverleihung findet am Donnerstagabend im Folium Sihlcity statt. Die Festrede zum Jubiläum hält der Schweizer Sänger, Entertainer und Produzent sowie Gemeindepräsident von St. Moritz, Christian Jott Jenny. Der Filmpreis der Zürcher Kirchen wird seit 2017 jährlich im Rahmen des Zurich Film Festival verliehen. Ausgezeichnet werden Produktionen, die sich durch ihre ethischen und moralischen Werte hervorheben und einen positiven Beitrag zu gesellschaftlichen Fragen leisten.