Kirche aktuell

Filmpreis der Kirchen 2021 Jury zeichnet Westschweizer Film «La Mif» aus

Der Genfer Regisseur Fred Baillif (48) erhält für seinen Film «La Mif» den Filmpreis der Zürcher Kirchen, der im Rahmen des Zurich Film Festivals zum fünften Mal vergeben wird. Die katholische und die reformierte Kirche zeichnen die Arbeit von Fred Baillif mit einen Preisgeld von 10 000 Franken aus.
30. September 2021 Katholische Kirche im Kanton Zürich

Eine eigens bestellte Kirchenjury wählte den Preisträger aus der Reihe «Fokus» mit Filmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus. Der Film «La Mif» (umgangssprachlich für Familie) spielt in einem Heim, in dem junge Frauen aus prekären Elternhäusern eine neue Art von Gemeinschaft erleben, aber auch mit ihren unterschiedlichsten Temperamenten aufeinanderprallen. «Der Film verleiht den Frauen, die sonst nicht gesehen werden, Sichtbarkeit. Er hebt mit einer dringlichen Stimme die Wichtigkeit solcher Institutionen für unsere Gesellschaft hervor. In ihnen finden die jungen Menschen trotz aller Widrigkeiten und traumatischen Erlebnissen einen sicheren Raum»; so Jurypräsidentin und Filmdozentin Lucie Bader.

Regisseur Fred Baillif, eigentlich ausgebildeter Sozialarbeiter, wird an die Preisverleihung heute Abend in Zürich anwesend sein. Seine Reaktion auf den Preis:

«Ich bin sehr berührt von der Wertschätzung unserer Arbeit durch die Zürcher Kirchen. Als Filmemacher mache ich das gleiche wie die Kirchen: Sozialarbeit. Es geht mir darum zu teilen ohne zu urteilen.»

Sein Film mit Laien-Darstellerinnen und -Darstellern entstand in nur zehn Drehtagen und erhielt bereits am Filmfest «Berlinale» eine Auszeichnung.

fbcarrequer.jpg

In diesem Jahr konkurrierten zwölf Filme um den Kirchenpreis. Das Thema Liebe bebilderten viele von ihnen sowohl dokumentarisch als auch in Spielfilmen. Die Kirchen-Jury bildeten neben Filmdozentin Lucie Bader Kirchenrat Andrea Marco Bianca (Reformierte Kirche), Synodalrat Tobias Grimbacher (Katholische Kirche), die Medien- und Religionswissenschaftlerin Marie-Therese Mäder von der Universität Zürich sowie die Preisträgerin aus dem vergangenen Jahr Karin Heberlein (Regie «Sami, Joe und ich»).

Der ökumenische Filmpreis steht für einen offenen Blick auf Religion, Kultur und Gesellschaft.