Kirche aktuell

Kirchen-Statistik Austrittszahlen sind deutlich gesunken

11. März 2026 Katholische Kirche im Kanton Zürich

Im Jahr 2025 sind gemäss Zählungen der Zürcher Kirchgemeinden 5446 Menschen aus der Kirche ausgetreten. Im Vorjahr waren es noch 7261,  2023, dem Jahr der Publikation der Missbrauchsstudie, sogar 14000. Die neue Zahl liegt auch deutlich unter denjenigen der Jahre vor 2023. 2020 etwa mussten 6821 Austritte verzeichnet werden, 2010 waren es 6161.

Ob damit das «Tal der Tränen» für die katholische Kirche durchschritten ist und ob sich der positive Trend weiter fortsetzt, bleibt abzuwarten.

Sinkender Anteil an der Gesamtbevölkerung

Im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung im Kanton sehen die Zahlen der Kirchenmitglieder weniger rosig aus. Während die Kantonsbevölkerung weiter gewachsen ist, ging der Anteil der Mitglieder der beiden Landeskirchen weiter zurück.  2025 waren noch 20,3 Prozent der Bevölkerung römisch-katholisch, 21,6 Prozent reformiert. In totalen Zahlen schrumpften die Kirchen zusammen um rund 17200 Personen (neben Austritten spielen natürlich auch Übersterblichkeit und nachlassende Migration aus katholischen Ländern eine Rolle).

Die Spitze der Austritte wird jeweils auf den Jahreswechsel hin bzw Anfang Jahr erreicht. Altersmässig gibt’s die meisten Austritte zwischen 30 und 35 Jahren, nachdem die Ausbildung abgeschlossen, oft eine Familie gegründet und ein stabiles Einkommen erreicht ist. Ein zweiter, allerdings geringerer, Peak ist auf die Pensionierung hin festzustellen, wenn die Altersrente zu finanziellen Einbussen führt.

Anteilsmässig gesehen treten ungefähr gleich viele Bürger ohne Schweizer Pass wie Schweizer Bürgerinnen und Bürger aus. Auch bestätigt sich der Trend der letzten Jahre, dass mehr Frauen als Männer die katholische Kirche verlassen.