Kirche aktuell

Statement der Synodalratspräsidentin

Was meint die Katholische Kirche im Kanton Zürich zur "Ehe für alle"? Synodalratspräsidentin Franziska Driessen-Reding beantwortet diese Frage aus ihrer Sicht.
16. August 2019 / Katholische Kirche im Kanton Zürich / 1 Kommentar

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"Eine offizielle Stellungnahme der Katholischen Kirche im Kanton Zürich zur «Ehe für alle» gibt es bislang nicht. Wie auch bei der reformierten Schwesterkirche ist die Bandbreite der Meinungen dazu sehr weit. Grundsätzlich gilt aber für alle: Niemand darf wegen seines Geschlechts oder seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden. Deshalb lehnen auch die Bischöfe die zivilrechtliche «Ehe für alle» nicht grundsätzlich ab. Eine andere Frage ist, ob Seelsorgende homosexuelle Paare segnen sollen. Das religiöse Sakrament der Ehe ist nach kirchlicher Lehre einer Verbindung von Mann und Frau vorbehalten, weil es auch die Nachkommenschaft miteinschliesst. 

Ich persönlich bin klar der Überzeugung, dass die katholische Kirche aber eine liturgische Form finden muss, mit der auch homosexuellen Paaren der Segen Gottes zugesprochen werden kann. In der Praxis tun das ja heute schon viele Seelsorgende, aber im Verborgenen. Jede echte Liebe zwischen zwei Menschen ist wertvoll, ob homo- oder heterosexuell. Dies anzuerkennen und zu würdigen sollte auch im kirchlichen Leben eine Selbstverständlichkeit werden." 

Kommentare 1
Karl Signer schrieb am
2019-08-21 23:26
Ich bin der Meinung, dass der heutige Mainstream nicht den traditionellen Ehe-Begriff usurpieren soll. Wenn eine Mehrheit der Meinung ist, die kleinste gemeinschaftliche Zelle, auf der unser Staatswesen aufbaut, soll eine beliebige Kombination zweier(?)Erwachsener und "deren" irgendwie gezeugten Kinder sein, dann sollte man dafür eine andere Begrifflichkeit verwenden als Ehe. Mein Vorschlag wäre dazu, ganz generell von "eingetragener Partnerschaft" zu sprechen und die "Ehe" aus Verfassung und ZGB zu streichen und den Begriff den religiösen Gemeinschaften zurückgeben.
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