Turiner Grabtuch-Ausstellung in Zürich-Seebach Wer ist der Mann auf dem Tuch?
Gerade erst ist die Ausstellung in Düsseldorf abgebaut worden, nun ist sie zu Gast in Zürich: die Schau zum Turiner Grabtuch. «Wer ist der Mann auf dem Tuch? Eine Spurensuche» beschäftigt sich mit jenem Tuch, das von vielen Gläubigen als das Tuch verehrt wird, in dem Jesus von Nazareth nach der Kreuzigung begraben wurde. Es hat auch eine Reihe von Christusdarstellungen inspiriert.
Echtheit nicht wesentlich
«Ob das Tuch nun echt ist oder nicht, ist eigentlich unwesentlich», sagt Christoph Borucki, Mitorganisator der Ausstellung und Kirchenpfleger in der Pfarrei Maria Lourdes, Zürich-Seebach. «Anders gesagt: Mein Glaube würde nicht zusammenbrechen, bewiesen wissenschaftliche Belege einst, dass das Tuch nicht echt ist.» Vielmehr rege die Ausstellung dazu an, sich mit dem Leiden Jesu auseinanderzusetzen. «Mit eigenen Augen zu sehen, wie Jesu gestorben ist und wie er für uns gelitten hat. Sich seinen geschundenen Körper wirklich vor Augen zu führen, ganz nach dem Psalm ‹Suchet mein Angesicht›: Das macht weit über die Karfreitagslesung hinaus, die man ja nur hört, betroffen sowie sprachlos und führt mich wieder näher zu meinem Glauben», so Borucki.
Eröffnung mit dem Bischof
Mit einem Festgottesdienst eröffneten Bischof Joseph Maria Bonnemain und Generalvikar Luis Varandas am Samstag, 16. August, die Vernissage. Nach dem Apéro führte Dr. Sophie zu Löwenstein durch die Ausstellung. Die Archäologin hat die Schau, die seit 2013 weltweit unterwegs ist, mitkuratiert und ist wie Christoph Borucki Mitglied des Malteserordens. Dieser hat die Ausstellung in Abstimmung mit der Erzdiözese Turin ins Leben gerufen. Allein im deutschsprachigen Raum hat bisher eine Viertel Million Besucherinnen und Besucher das Grabtuch gesehen.
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Ort: Pfarrkirche Maria Lourdes, Seebacherstrasse 3, 8052 Zürich
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Programm: Während der Ausstellung bis am 28. September in Zürich-Seebach (jeweils 9 bis 19.30 Uhr) gibt es jeweils noch spezielle Veranstaltungen und Vorträge. Hier erhalten Sie mehr Infos.
Ein ausführlicher Bericht ist auf der Website des FORUM Magazins publiziert.
Ebenso verweist die Website von Katholisch Zürich auf den Anlass.
Das jüngere Publikum wird via TikTok angesprochen.
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