Daniela Federer organisiert die Zürcher Wallfahrt «Die Begegnung mit anderen Gläubigen tun gut»
Am 4. Juli ist die Zürcher Wallfahrt nach Einsiedeln, wie jedes Jahr am ersten Samstag im Juli. Was bedeutet dir dieser Tag?
Daniela Federer: Es ist für mich jedes Jahr ein eindrücklicher und intensiver Tag.
Er steht unter dem Motto des vergangenen Bistumsjahres «Hören-Handeln-Hoffen»? Wie wird es integriert?
Bei den Inputs auf den verschiedenen Pilgerwegen wird das Thema auf die eine oder andere Art eingebracht. Auch der Flyer wurde mit diesem Thema gestaltet und erläutert. Und schliesslich wird unser Gast, Bischof Joseph Maria Bonnemain, bestimmt in seiner Predigt auf diese drei Wörter eingehen.
Wieviel Arbeit steckt hinter so einem Tag?
Es gilt Sitzungen einzuberufen und zu leiten, dann bin ich mit dem Kloster Einsiedeln im Austausch, bestelle die Getränke, frage den Samariterverein und die Musikgesellschaft Konkordia an, die uns jedes Jahr die Festbänke aufstellen und die Würste grillieren. Und dann beantworte nicht natürlich alle Anfragen, die vor dem Anlass anfallen.
Es ist nun schon die vierte Wallfahrt, die du organisierst. Was hat sich im Laufe der Jahre verändert?
Wir sind präsenter in den sozialen Medien. Seit dem letzten Jahr ist der neue Weg von Trachslau ökumenisch unterwegs. Und: Es gibt jetzt Vegiwürste (lacht).
Was denkst du, was bringt die Zukunft für die Wallfahrt?
Ich weiss zumindest, was ich mir wünsche: Weiterhin bereichernde und berührende Momente. Es ist schön, wenn möglichst viele Menschen mit uns an diesem Tag unterwegs sind. Die Begegnungen mit anderen Gläubigen tun einfach gut. Erfreulicherweise ist die Ministrantinnen und Ministrantenschar am Wachsen.
Müsste sich etwas verändern?
Ich bin offen für gute Ideen für die Wallfahrt. Die Wege der Wallfahrerinnen und -fahrer sind vielseitig, jedoch ist unser Ziel dasselbe. Ich wünschte mir wieder einen Familien- und Jugendweg. Jedoch ist es nicht einfach, Gruppenleitende zu finden und der Zeitpunkt kurz vor den Sommerferien ist nicht ideal für Familien.
Wie steht es mit dem Wetter?
Bis jetzt hatten wir immer Wetterglück, was sich positiv auf die Teilnehmerzahl auswirkt. Nach einem Tief nach Corona haben wir heute wieder eine schöne Anzahl an Pilgerinnen und Pilgern mit Luft nach oben. Mir ist wichtig, dass im Gottesdienst alle Teilnehmenden willkommen sind und wir die Vielfalt unserer Kirche erleben. Es gibt auch im Vorbereitungsteam viele verschiedene Menschen.
Was ist deine schönste Erfahrung, wenn du an die Wallfahrt nach Einsiedeln denkst?
Wenn im Abteihof eine Gruppe von Menschen anfängt zu singen und zu musizieren. Und die grosse Hilfsbereitschaft der Musikgesellschaft Konkordia. Wenn alles gut geklappt hat und die Leute glücklich weiterziehen, bin auch ich glücklich. Ach ja, nicht zu vergessen: Auch das Konzert um 15 Uhr von Luiz Da Silva ergänzt das Ausklingen der Wallfahrt wunderschön.
Was glaubst Du, stärkt eine Wallfahrt den eigenen Glauben, das Zusammengehörigkeitsgefühl, die Gemeinschaft?
Auf jeden Fall. Wer dieses tiefe Gefühl der Verbundenheit erleben möchte, ist herzlich eingeladen mit uns auf einen der Wege zu gehen.
Zum Schluss, was wünscht du dir für die Wallfahrt?
Das unser Glaube vorwärts geht wie beim Wallfahren. Das wir «gwundrig» den anderen Pilgernden gegenüberstehen.
Alle Infos zur Wallfahrt, auch zu den verschiedenen Wegstrecken, finden Sie hier.
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