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Zürcher Diakonieforum Wie bahnt sich Diakonie ihren Weg?

Die Welt wandelt sich rasant. Wie kann Diakonie unter diesen Veränderungen ihrem Auftrag gerecht werden? Wie lassen sich Handlungsspielräume ausleuchten und erweitern? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen sich die Teilnehmenden am Diakonieforum vom 10. September in der Zürcher Paulus Akademie. Mitinitiator Harald Podzuweit von Caritas Zürich erklärt, warum es diesen Pilot braucht.
02. September 2026 Katholische Kirche im Kanton Zürich

Diakonie ist ein interdisziplinäres Feld, in dem unterschiedliche Berufsgruppen und Freiwillige gemeinsam agieren. Deshalb ist es wichtig, zusammen und über die Pfarreigrenzen hinaus sich auszutauschen und mit den Entwicklungen auseinanderzusetzen, findet Harald Podzuweit, Leiter der Fachstelle Pfarreiliche Soziale Arbeit bei der Caritas Zürich. «Das war unser Motivator, das erste Zürcher Diakonieforum ins Leben zu rufen», sagt er.

Ein Pilot sei es vorläufig, und wenn es auf Resonanz stosse, dann würde man es wieder durchführen. Denkbar wäre es ökumenisch, denn: «Die Tendenz bei gesellschaftlichen Herausforderungen ist, dass die Kirchen zusammenspannen.»

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Harald Podzuweit wirbt für das erste Zürcher Diakonieforum. Foto: Manuela Moser

Der Halbtagesanlass in der Paulus Akademie steht unter der Feststellung, dass in der Gesellschaft viel passiert. Und davon ist die kirchliche Arbeit auch betroffen. «Eigentlich gewinnen die kirchlichen Unterstützungsangebote an Bedeutung», so Podzuweit, «die Ämter haben eine hohe Falllast und sind froh um die kirchlichen Angebote.

«Was nämlich die Ämter leisteten, sind die gesetzlichen Ansprüche. Aber für alles Psychosoziale haben diese kaum Zeit.» Hier käme die Kirche ins Spiel und werde, so Podzuweit, je komplexer die Welt wird, je mehr gebraucht. Das beanspruche auch die Kirche und sei zugleich eine Herausforderung für die Kirche im Wandel.

Zwei Referenten, vier Workshops

Um hier Orientierung zu bieten, eröffnen zwei Impulsreferate das Halbtagesseminar: Peter Streckeisen von der ZHAW Soziale Arbeit, berichtet über die soziale Arbeit im gesellschaftlichen Wandel. Er sei ein «Experte für Veränderungen in der Gesellschaft», sagt Podzuweit. Eine Replik darauf gibt Gregor Scherzinger von der Caritas St.Gallen-Appenzell. Er wird erläutern, was dies alles für die kirchliche Diakonie bedeutet. Scherzinger ist seinerseits spezialisiert in der Diakonieanimation. Er fördert in den Seelsorgeeinheiten das Bewusstsein, dass Diakonie ein Grundvollzug kirchlichen Lebens ist, und fördert Diakonie als aktiven und lebendigen Teil kirchlicher Gemeinschaft.

Von vier Workshops sollen die Teilnehmenden zwei auswählen können und dann üben, wie sich Handlungsspielräume in den folgenden vier Themen erweitern lassen: «Spielräume nutzen», «Zwischen Auftrag und Wirklichkeit», «Diakonie wirksam gestalten» und «Partizipation als Prinzip im neuen Berufskodex».

Von Makro bis Mikro

Eingeteilt sind die vier Workshops in die vier Ebenen der Pfarreiarbeit: von Makro wie Politik, dem Rahmen, bis zu Mikro, der kleinsten Einheit, also der Pfarrei. Podzuweit ist zuversichtlich, dass der Austausch wertvoll sein wird: «Im Bistum Basel gibt es bereits schon länger eine Diakonietagung. Wir hoffen, es wird auch in Zürich auf Interesse stossen.» Mit im Organisationsteam ist auch Judith Weber vom Generalvikariat Zürich-Glarus sowie Jonathan Huber aus der Pfarrei St. Marien Winterthur und schliesslich Dana Sindermann von der Paulus Akademie selbst. Podzuweit: «Wir sind also auch im OK breit abgestützt.»

1. Zürcher Diakonieforum: Navigieren im Wandel - Wie bahnt sich Diakonie ihren Weg? 
Infos und Anmeldung zum Diakonieforum vom Donnerstag, 10. September, in der Paulus Akademie hier. Es hat noch freie Plätze.