Zürcher Wallfahrt 2026 Wetterglück auf dem Weg nach Einsiedeln
Wenn Engel reisen, ist man versucht zu sagen: Auch dieses Jahr schien die Sonne bei der Pilgerfahrt der Zürcherinnen und Zürcher nach Einsiedeln den ganzen Tag. Der Anlass des kantonalen Seelsorgerats und des Generalvikariats Zürich-Glarus fand wie immer am ersten Samstag im Juli statt.
Auch dieses Jahr kamen die Gläubigen auf verschiedenen Wegen auf den Klosterhügel: zum Beispiel mit dem Fahrrad – zwar zurzeit noch wenige, aber mit dreieinhalb Stunden Fahrzeit ist schliesslich auch zu rechnen und benötigt entsprechende Fitness ‐, zu Fuss oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wie immer fuhr die Behindertenseelsorge mit einem Bus bis vor die Wallfahrtskirche. Oder zumindest fast. Das letzte Wegstück pilgern die Gäste traditionell mit Rollstühlen und Stöcken, damit sie auch Teil der Pilgergruppe wurden
Zum zweiten Mal fand auch der ökumenische Weg ab Trachslau (SZ) statt. Hier konnten Wallfahrts-Neulinge und Kirchenferne sowie Nicht-Katholiken die bereichernde Erfahrung einer Wallfahrt selbst erleben.
Höhepunkt war wie immer der Gottesdienst in der Klosterkirche, nach dem Ausfall im vergangenen Jahr dieses Mal wieder mit Bischof Joseph Maria Bonnemain. «Wir sind alle tolle Christinnen und Christen», lobte dieser, «die eine Gemeinschaft ohne Konkurrenz und Neid pflegen sollten.» Denn auch wenn wir den Glauben anders pflegen, so treffe man sich in Jesus. «Die Freude am Herrn ist unsere gemeinsame Stärke.»
Der Gottesdienst, den der Bischof zusammen mit Luis Varandas, Generalvikar für Zürich-Glarus, feierte, stand ganz unter dem Motto des Bistumsjahres, das am 31. Mai am Hauptbahnhof Zürich erfolgreich zu Ende gegangen war: «Hören-Handeln-Hoffen», was für Synodalität, Diakonie und Evangelisierung steht. Den Ad hoc Chor leitete wiederum Regionalkirchenmusikerin Kristina Kuzminskaite mit viel Begeisterung. An der Orgel war Daniel Gottfried zu hören, bei einem Lied sogar zusammen mit seinem Bruder Stefan, bekannt auch als Sekretär der Zürcher Synode. Eine gelungene Première hatte auch die Kantorin Eveline Kleinburger, pastorale Mitarbeiterin in der Zürcher Pfarrei St. Peter und Paul.
Ein Hingucker waren auch die 50 Ministrantinnen und Ministranten, die sich für den Gottesdienst motivieren liessen. Dazu passend die Worte von Bischof Bonnemain: «Wir sollten neue Schläuche sein, ohne Enttäuschungen, ohne Last von schlechten Erfahrungen, ohne alte Spannungen.» Er sprach mit grosser Leidenschaft, und als ihm sein eigener Eifer bewusst wurde, bemerkte er selbstironisch: «Ich muss davon profitieren, wenn die Kirche voll ist», womit er natürlich alle Lacher auf seiner Seite hatte.
Entspannt ging die Zusammenkunft dann im Klostergarten weiter: Bei Wurst und Getränken, und vielen inspirierenden Gesprächen, im kühlen Schatten. Dort traf man auch auf bekannte Gesicher, wie auf Raphael Meyer (Präsident Synodalrat Kath. Kirche im Kanton Zürich) oder Gaby Pandiani (Vizepräsidentin Synode).
Die nächste Wallfahrt findet am Samstag, 3. Juli 2027, statt.
Bischof Bonnemain (Mitte) mit Luis Varandas (Generalvikar Zürich-Glarus, r.) und Pater Daniel (Generalvikar der Klostergemeinschaft, l.). Foto: Manuela Moser
Bischof Bonnemain (Mitte) mit Luis Varandas (Generalvikar Zürich-Glarus, r.) und Pater Daniel (Generalvikar der Klostergemeinschaft, l.). Foto: Manuela Moser
(v.l.) OK-Wallfahrt Daniela Federer und Gabriela Arnold mit Vizepräsidentin der Synode, Gaby Pandiani. Foto: Manuela Moser
(v.l.) OK-Wallfahrt Daniela Federer und Gabriela Arnold mit Vizepräsidentin der Synode, Gaby Pandiani. Foto: Manuela Moser
Einzug zum Gottesdienst in der Klosterkirche. Foto: Manuela Moser
Einzug zum Gottesdienst in der Klosterkirche. Foto: Manuela Moser
Gemeinsam mit dem Bischof im Klostergarten. Foto: Manuela Moser
Gemeinsam mit dem Bischof im Klostergarten. Foto: Manuela Moser
Die italienische Mission ist beim Kloster angekommen. Foto: Manuela Moser
Die italienische Mission ist beim Kloster angekommen. Foto: Manuela Moser
Die Schwarze Madonna von Einsiedeln. Foto: Manuela Moser
Die Schwarze Madonna von Einsiedeln. Foto: Manuela Moser
«Mini»-Betreuer Roberto Bosco (links), zwei «Minis» und Toni Feola (Jugendseelsorge). Foto: Manuela Moser
«Mini»-Betreuer Roberto Bosco (links), zwei «Minis» und Toni Feola (Jugendseelsorge). Foto: Manuela Moser
Die Truppe der Behindertenseelsorge am Ziel. Foto: zvg.
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