Kirche aktuell

Zürcher Wallfahrt 2026 Wetterglück auf dem Weg nach Einsiedeln

Die Zürcher Pilgerinnen und Pilger haben Wetterglück: Auch dieses Jahr schien die Sonne und ermöglichte es am vergangenen Samstag, auf verschiedenen Wegen ins Kloster Einsiedeln zu pilgern. Der Gottesdienst mit Bischof Joseph Maria Bonnemain war gut besucht. Im Garten fand man danach bei Wurst und Getränken zusammen.
07. Juli 2026 Katholische Kirche im Kanton Zürich

Wenn Engel reisen, ist man versucht zu sagen: Auch dieses Jahr schien die Sonne bei der Pilgerfahrt der Zürcherinnen und Zürcher nach Einsiedeln den ganzen Tag. Der Anlass des kantonalen Seelsorgerats und des Generalvikariats Zürich-Glarus fand wie immer am ersten Samstag im Juli statt.

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Besonders die Wegstrecke von Biberbrugg aus ist sehr beliebt. Foto: zvg.

Auch dieses Jahr kamen die Gläubigen auf verschiedenen Wegen auf den Klosterhügel: zum Beispiel mit dem Fahrrad – zwar zurzeit noch wenige, aber mit dreieinhalb Stunden Fahrzeit ist schliesslich auch zu rechnen und benötigt entsprechende Fitness ‐, zu Fuss oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wie immer fuhr die Behindertenseelsorge mit einem Bus bis vor die Wallfahrtskirche. Oder zumindest fast. Das letzte Wegstück pilgern die Gäste traditionell mit Rollstühlen und Stöcken, damit sie auch Teil der Pilgergruppe wurden

Zum zweiten Mal fand auch der ökumenische Weg ab Trachslau (SZ) statt. Hier konnten Wallfahrts-Neulinge und Kirchenferne sowie Nicht-Katholiken die bereichernde Erfahrung einer Wallfahrt selbst erleben.

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Gottesdienst mit Bischof Joseph Maria (Mitte), Diakon Urs Länzlinger (l.) und Generalvikar Luis Varandas (r.). Foto: Manuela Moser

Höhepunkt war wie immer der Gottesdienst in der Klosterkirche, nach dem Ausfall im vergangenen Jahr dieses Mal wieder mit Bischof Joseph Maria Bonnemain. «Wir sind alle tolle Christinnen und Christen», lobte dieser, «die eine Gemeinschaft ohne Konkurrenz und Neid pflegen sollten.» Denn auch wenn wir den Glauben anders pflegen, so treffe man sich in Jesus. «Die Freude am Herrn ist unsere gemeinsame Stärke.»

Der Gottesdienst, den der Bischof zusammen mit Luis Varandas, Generalvikar für Zürich-Glarus, feierte, stand ganz unter dem Motto des Bistumsjahres, das am 31. Mai am Hauptbahnhof Zürich erfolgreich zu Ende gegangen war: «Hören-Handeln-Hoffen», was für Synodalität, Diakonie und Evangelisierung steht. Den Ad hoc Chor leitete wiederum Regionalkirchenmusikerin Kristina Kuzminskaite mit viel Begeisterung. An der Orgel war Daniel Gottfried zu hören, bei einem Lied sogar zusammen mit seinem Bruder Stefan, bekannt auch als Sekretär der Zürcher Synode. Eine gelungene Première hatte auch die Kantorin Eveline Kleinburger, pastorale Mitarbeiterin in der Zürcher Pfarrei St. Peter und Paul.

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Eine Schar an jungen Leuten im Dienste der Kirche: 50 «Minis» in Einsiedeln. Foto: zvg.

Ein Hingucker waren auch die 50 Ministrantinnen und Ministranten, die sich für den Gottesdienst motivieren liessen. Dazu passend die Worte von Bischof Bonnemain: «Wir sollten neue Schläuche sein, ohne Enttäuschungen, ohne Last von schlechten Erfahrungen, ohne alte Spannungen.» Er sprach mit grosser Leidenschaft, und als ihm sein eigener Eifer bewusst wurde, bemerkte er selbstironisch: «Ich muss davon profitieren, wenn die Kirche voll ist», womit er natürlich alle Lacher auf seiner Seite hatte.

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Ausruhen im Schatten (v.l.): Gabriela Arnold, Daniela Federer (beide im OK Wallfahrt) und Noch-Caritas-Diakonieverantwortlicher Martin Ruhwinkel mit Mitpilgernden. Foto: Manuela Moser

Entspannt ging die Zusammenkunft dann im Klostergarten weiter: Bei Wurst und Getränken, und vielen inspirierenden Gesprächen, im kühlen Schatten. Dort traf man auch auf bekannte Gesicher, wie auf Raphael Meyer (Präsident Synodalrat Kath. Kirche im Kanton Zürich) oder Gaby Pandiani (Vizepräsidentin Synode).

Die nächste Wallfahrt findet am Samstag, 3. Juli 2027, statt.