Kirche aktuell

Palestine Arts Filmfestival Hinschauen, hinhören, miteinander reden

Palästina – die erste Assoziation hierbei ist wohl eher Konflikt und Krisenherd anstatt Kino und Kultur. Das Palestine Arts Filmfestival, das vom 10. bis 16. September zum siebten Mal palästinensische Filmperlen auf die Zürcher Leinwände bringt, richtet den Blick auf eine andere Seite des Gebiets in Vorderasien.
01. September 2026 Katholische Kirche im Kanton Zürich

In einer Zeit, in der es wichtiger ist denn je, an die Hoffnung und die Menschlichkeit zu glauben, zeigt das Film Festival im Arthouse Piccadilly Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme, die von Familie, Widerstand, Alltag, Erinnerung und Hoffnung der Menschen erzählen.

Die Filme geben einen ehrlichen und berührenden Blick auf Schicksale, die nicht mehr loslassen. Es werden Aspekte und Erfahrungen des Lebens in Palästina sichtbar, die in der täglichen Berichterstattung oft nur am Rande oder gar nicht vorkommen. Nach vielen Vorstellungen laden Fragerunden zum Austausch mit Gästen und Filmschaffenden ein. Das Festival schafft damit Raum für palästinensische Stimmen, neue differenzierte Perspektiven und Begegnungen zwischen Filmschaffenden und Publikum.

Mut zur ungeschönten Realität

Im Editorial des Programmheftes heisst es, dass «es Mut fordert, diese Filme zu kuratieren und zu zeigen».  Auch die Entscheidung zum Anschauen der Filme erfordert Mut und ein Einlassen auf das Thema. Die Inhalte gehen tief und schauen dorthin, wo die Realität uns im Hier und Jetzt trifft.  

Verschiedene Dokumentationen greifen aktuelle Entwicklungen auf, vermitteln unmittelbare Eindrücke des Lebens unter Besatzung und Repression und öffnen Augen, Ohren und Herzen. Andere Produktionen wurden vollständig mit dem Mobiltelefon aufgenommene und zeigen einen ungeschönten Alltag unter ständiger Bedrohung.

Dabei wird immer wieder sichtbar, wie vor allem die Vulnerabelsten und Schwächsten leiden. So in der Dokumentation «Gaza: Doctors under attack», die zeigt, was passiert, wenn selbst Krankenhäuser nicht mehr sicher sind. Oder die beiden Filme «Gaza’s twins, come cack to me» und «The Voice of Hind Rajab» die aufzeigen, wie ein Konflikt, auf den sie keinerlei Einfluss haben, die Leben von Kindern und Babys auf unvorstellbar grausame Weise beeinflusst.

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Ein Festival, das nachwirkt

Das Interesse an Hintergründen und Einordnungen zur Situation in Palästina ist in den vergangenen Jahren gewachsen. Mit insgesamt 13 Lang- und neun Kurzfilmen gibt das Palestine Arts Festival echte Einblicke in verschiedene Facetten der palästinensischen Kultur und der palästinensischen Lebensrealität.

Das Festival versteht sich als Ort des Austauschs. Es lädt dazu ein, zuzuhören, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Filme wollen Perspektiven erweitern und einen Beitrag zu einem differenzierten Verständnis einer komplexen Wirklichkeit leisten.

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Das Palestine Arts Filmfestival steht für Austausch, Gespräch und andere Perspektiven. Foto: Palestine Arts Filmfestival 2024