Bistumstag 31. Mai «Ich stehe bereit für ein offenes, kritisches Gespräch»

Warum soll man am 31. Mai an den Bistumstag im HB kommen?
Raphael Meyer: Viele Menschen haben eine feste Vorstellung davon, was die römisch-katholische Kirche ist. Der Bistumstag ist eine gute Gelegenheit, zu sehen, wie vielfältig, international und lebendig die Katholische Kirche im Kanton Zürich tatsächlich ist. Es gibt Gottesdienst, Musik, Begegnung, Gespräche, Tanz, Kultur – und viele Menschen, die Kirche heute mittragen. Wir zeigen uns bewusst an einem Ort, an dem das Leben pulsiert und Menschen tagtäglich unterwegs sind. Für mich ist das eine Form von «Geh-hin-Kirche»: Kirche wartet nicht nur darauf, dass Menschen zu ihr kommen, sondern sie geht dorthin, wo Menschen sind.
Auf was freust du dich besonders?
Ich freue mich besonders auf Begegnungen und Gespräche: mit Menschen, die fest in der Kirche verankert sind, aber auch mit Menschen, die vielleicht aus Neugier vorbeischauen oder der Kirche eher kritisch gegenüberstehen. Deshalb werde ich mir auch die Zeit nehmen, auf dem «Plauderbänkli» präsent zu sein. Wer ein offenes, auch kritisches Gespräch sucht, ist herzlich willkommen. Unterschiedliche Meinungen gehören für mich dazu – gerade in einer lebendigen Kirche.
Warum beteiligt sich der Synodalrat am Bistumsfest? Anders gefragt: Schlägt das Fest auch Brücken innerhalb der Kirche?
Der Synodalrat beteiligt sich, weil wir als römisch-katholische Körperschaft Teil dieser Kirche sind. Unsere Aufgabe ist es, kirchliches Leben im Kanton Zürich zu ermöglichen und zu unterstützen – mit Finanzen, Infrastruktur, Personal und viel organisatorischer Arbeit im Hintergrund. Ein solches Fest kann Brücken schlagen: zwischen Bistum und Körperschaft, zwischen Pfarreien und Missionen, zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen, zwischen Tradition und Gegenwart. Kirche gelingt nur miteinander. Genau darum passt auch das Motto unserer Kampagne «miteinander – füreinander» sehr gut zu diesem Tag. Die verschiedenen Teile der Kirche sollten nicht nebeneinanderher, sondern gemeinsam arbeiten. Auf diese Weise können wir sichtbar machen, was die Katholische Kirche im Kanton Zürich ist: vielfältig, engagiert und nahe bei den Menschen.
Mit wem möchten Sie ins Gespräch kommen? Hier finden Sie die Menschen, welche auf dem «Plauderbänkli» Platz nehmen werden. Auf dem Hallenplan sehen Sie, wo sich das «Plauderbänkli» befindet. Am Hauptbahnhof wird es zudem überall QR-Codes geben, die Sie auf unsere Website mit den aktuellen Infos führen. Ebnso dürfen Sie sich auf einen Live-Stream freuen, der Menschen zu Hause ermöglicht, ebenfalls am Feiertag teilzunehmen. Mehr Infos dazu folgen.
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