Kirche aktuell

Liebevoll gestalteter Stationenweg Karwoche und Ostern anders erleben

Palmzweige befühlen, Mazze kosten, mit Petrus am Feuer stehen und hören, wie der Hahn drei Mal kräht und schliesslich vom Dunkeln ins Licht schreiten: Kinder und ihre Familien vom Seelsorgeraum St. Anton und Maria Krönung in Zürich können die Karwoche und Ostern in diesem Jahr ganz direkt erleben.
31. März 2021 Katholische Kirche im Kanton Zürich

Die Katechetinnen der Pfarreien St. Anton und Maria Krönung in Zürich, Piera Obrist und Heidi Hürlimann, haben den Erlebnisweg kreiert.

«Wir waren auf der Suche nach einem Angebot für die Erstkommunikanten, das die einzelnen Geschichten der Karwoche zusammenführt in Richtung Ostern», so Piera Obrist. Zu Corona-Zeiten mit 35 Kindern am sonst üblichen Begegnungstag zusammen zu kommen ging einfach nicht. So entstand die Idee des Erlebniswegs.

«Innerhalb kürzester Zeit haben wir diesen konzipiert, die Texte geschrieben, vertont und im Pfarreizentrum aufgebaut.»

Der Clou: die Audios, die während des Besuchs an jeder Station per CD-Player abgespielt werden, sind professionell gesprochen von der Fernsehfrau Monika Schoenenberger – sie ist Mitglied der Pfarrei. «Sie hat sofort zugesagt und die zugesandten Texte für uns im Homestudio produziert. Das hat uns sehr gefreut.» Heidi Hürlimann, auch versierte Musikerin, legte Musik und Geräusche unter die gesprochenen Sequenzen, so dass nun an jeder Station des Weges ein kurzes Hörspiel vom bereit gestellten CD-Player eingespielt werden kann. Mit diesem entstehen innerhalb kürzester Zeit viel Atmosphäre und zuweilen sogar Gänsehaut. Geschickt nutzten die Katechetinnen die Architektur mit den kargen Betonwänden im Pfarreizentrum, um die Stimmung zu vertiefen. «Manche Kinder hatten fast Angst an der Station mit dem Kreuz», so Piera Obrist. Kleine Aufgaben waren auch zu erfüllen, zum Beispiel deponierten die Kinder an der Klagemauer auf Zetteln ihre Sorgen und Nöte: «Ich habe Angst um meinen Opa.»

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Bereits rund 150 Kinder und Eltern haben den Stationenweg zum Thema Ostern gegangen. Die Katechetin Piera Obrist freut die vielen positiven Reaktionen – von Kind und Eltern: «Viele geben zu, dass sie auch noch etwas gelernt haben. Jemand hatte vor Rührung Tränen in den Augen. Ein Vater fand, der Weg müsse in der ganzen Stadt gezeigt werden.» Auch die Kinder sind begeistert – vor allem von der Station, an dem sie sich verkleidet als König oder Königin auf einen Thron setzen dürfen. 

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Gut geklaut: Vorbild Ostergarten

Ein grosser Dank geht aber an das Team der Pfarrei in Dietlikon. Den dortigen Ostergarten aus dem letzten Jahr kannte Heidi Hürlimann. Ein kurzer Austausch und so konnten Idee und viele Texte übernommen werden. Ein Fundus an Deko- Gegenständen stand den Katechetinnen in der eigenen Pfarrei zur Verfügung - von verschiedenen Kindermusicals, den jährlichen Krippenspielen und weiteren Angeboten. Und schon waren die verschiedenen Stationen im grosszügigen Pfarreizentrum aus den 60er Jahren aufgebaut. «Wir hoffen auf gut 300 Besucherinnen und Besucher jeden Alters», sagt Piera Obrist. Auch Seniorinnen und Senioren wurden eingeladen, den Erlebnisweg und so das Osterfest einmal ganz anders und doch so stimmungsvoll zu erfahren.

 

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Wer sich mit seiner Familie am heimischen Bildschirm ebenfalls mit Ostern beschäftigen möchte: Es gibt auf youtube von den Macherinnen und Machern der Kinderkirche kleine Videos, die die Geschichte von Ostern und den Tagen vorher erzählen.

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Der Einzug Jesu in Jerusalem

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Zum Abendmahl gedeckt

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Ort des Abschied: Garten Gethsemani

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Wenn der Hahn dreimal kräht...

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Piera Obrist in einem Raum ihre Stationenweges

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Das Grab ist leer....