Abschluss Kurs 5 - Zürich (2012)

7 Firmanden haben am 8.2.2012 ihren Glauben bekannt.
Abschluss Kurs 5 - Zürich (2012)

Josef Annen und Rudolf Vögele mit den sieben frisch Gefirmten.

Abschluss des 5. Kurses „Glauben suchen – Heimat finden“ mit sieben Firmungen

Sie sagen ja zur katholischen Kirche

 

Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes sind am 8. Februar 2012 sieben Erwachsene in die Gemeinschaft der Katholikinnen und Katholiken aufgenommen worden. Die Firmung in der Mutterkirche St. Peter und Paul war für sie der krönende Abschluss des Kurses „Glauben suchen – Heimat finden“, der seit 2009 vom Generalvikariat Zürich/Glarus organisiert wird.

 

Sie sind weder Frömmler noch „Himmelsdüseler“ und schon gar keine Scheinheiligen, die zwei Frauen und fünf Männer, die sich am 8. Februar 2012 in der Zürcher Mutterkirche St. Peter und Paul von Generalvikar Josef Annen haben firmen lassen. Es sind ganz einfach sieben von insgesamt 18 Teilnehmern des Kurses „Glauben suchen – Heimat finden“, der nun schon zum fünften Mal durchgeführt worden ist, die sich an acht Abenden mit den wesentlichen Fragen des Christ- und Menschseins auseinandergesetzt und dabei die Lust entdeckt haben, sich weiter vorzugwagen auf der spannenden Suche nach dem Glauben.

Seitdem Sr. Marianne Waltert im Kloster Fahr und Rudolf Vögele in Zürich den Kurs anbieten, haben rund 80 Personen diesen niederschwelligen Weg gewählt, um mehr über die katholische Kirche zu erfahren oder ihr am Ende des Kurses sogar (wieder) beizutreten. Fast die Hälfte der Kursteilnehmer, insgesamt 37 Frauen und Männer haben sich entweder als Konvertiten,  Neu- oder auch Wiedereinsteiger taufen und/oder firmen lassen.

„Die Taufe oder Firmung, oder der Wiedereintritt in die katholische Kirche ist nicht das Hauptziel dieser Kurse“, sagt Rudolf Vögele, „es geht in erster Linie darum, verständlich zu machen, was ‚katholisch‘ eigentlich bedeutet und wie das geht, ‚christlich-katholisch‘ zu glauben.“ Das vermitteln Rudolf Vögele und Sr. Marianne in den jeweils acht beziehungsweise neun (Kloster Fahr) Kurseinheiten offensichtlich so überzeugend und begeisternd, dass die Kursteilnehmer gerne ja sagen zum Neuanfang mit und in der katholischen Kirche.

Als „Geschenke“ bezeichnete Generalvikar Josef Annen in seiner Predigt die sieben Firmanden, die sich auf den Weg gemacht hätten wie die im Lesungstext erwähnte Königin von Saba. Nur müssten sie keine Geschenke mitbringen für König Salomo, denn sie selber seien als Getaufte und Gefirmte nun „wertvoll wie Edelsteine“. Gott nehme sie an als Töchter und Söhne, auch dies ein Geschenk, und es gehe nun darum, dieses Geschenk zu bewahren und zu beschützen. Dazu seien ihnen die Sakramente gegeben, etwa das Sakrament der Versöhnung oder die Eucharistie. „Das ist geistige Nahrung, spirituelle Nahrung, die euch jeden Sonntag in der Eucharistie wieder geschenkt wird.“ Viele seien auf der Suche nach solch spiritueller Nahrung und meinten, sie in neuen, möglichst exotischen Ritualen zu finden. „Wir dürfen als Christen in dieser Hinsicht unser Licht nicht unter den Scheffel stellen“, mahnte Annen und rief die Firmanden und alle Gottesdienstbesucher dazu auf, ihr Vertrauen in Gott zu setzen, denn „dann kann man mehr erreichen, als man sich selbst vorstellen kann.“

Mit herzlichem Applaus wurden die frisch Gefirmten in ihrer neuen „Heimat“ aufgenommen. Nun ist es an jeder und jedem Einzelnen, als stetig Suchende den Weg des Glaubens weiter zu gehen. Dazu verleiht die Firmung die nötige Kraft. Kursteilnehmer Torsten Haeffner macht das deutlich: „Für mich war und ist die Firmung ein Bekenntnis, im Sinne einer Bestätigung: Ja, so will ich sein. Katholisch eben, christlich sowieso.“ Auf diesem Weg begleiten die Gefirmten in Zukunft nicht nur ihre Patinnen und Paten, sondern alle Geschwister im Glauben, so wie es die katholische Kirche schon durch ihren Namen verspricht. Dass der gemeinsame Weg an diesem Abend ein besonders angenehmer war, weil er von der Kirche direkt hinüber in den Pfarreisaal führte, wo für alle noch ein Apéro riche gereicht wurde, das bleibe an dieser Stelle, ganz bewusst, nicht unerwähnt.

Christian Breitschmid

zuletzt verändert: 25.06.2012 13:56