Weiterbildung 2015: "Wer keine Freiwilligen findet, will auch keine?!"

Mit diesem provozierenden Titel hat die Kommission Freiwillige des Seelsorgerats fast 50 Interessierte angelockt, die an diesem Abend spannende und auch motivierende Impulse bekamen.

In seiner Einführung in den Abend betonte Rudolf Vögele, Leiter des Pastoralamts und u.a. zuständig für Freiwilligenförderung, dass es weniger auf das "Suchen" als auf das "Finden" von Freiwilligen ankommt. Denn nach wie vor gibt es recht viele Menschen (1/3 der schweizer Bevölkerung), die sich mit ihren Talenten finden lassen. Sie brauchen nur einen Raum, in dem sie Spass erleben, Beziehungen pflegen können und mitgestalten dürfen. Dementsprechend müssen auch die Verantwortlichen eher Motivatoren, Trainer, Gottsuchende usw. sein.

Annemarie Jud von der Pfarrei Adliswil unterstützte diese Gedanken durch ihre eigene Lebenserfahrung. Sie blieb nur deshalb so lange der Pfarrei treu und vielfältig aktiv, weil sie immer wieder Aufgaben auch abgeben und neue übernehmen durfte und dabei auch stets von den Hauptamtlichen gestützt, gefördert und anerkannt wurde. Und Pfarrer Stanislav Weglarzy zeigte am Beispiel seiner Pfarrei Glattfelden - Eglisau - Rafz auf, dass sich gerade auch junge Menschen finden lassen zum Freiwilligenengagement, wenn man ihnen etwas zutraut und sie ermutigt (vgl. https://www.youtube.com/watch?v=N_aFlnBiNsw).

Mit einem "Beteiligungsraster" zeigte Susanne Horak, zuständig für die Koordination der Freiwilligenarbeit in Winterthur, dass möglichst gute Absprachen getroffen werden, wer für was in einem Projekt bzw. in einer pfarreilichen Aufgabe zuständig ist.

Nach interessanten Gruppengesprächen war etlichen der Teilnehmenden klar: bei uns muss sich etwas ändern, wenn wir es beim Alten belassen wollen: dass nämlich Kirche mitgetragen wird von vielen Freiwilligen.

zuletzt verändert: 22.11.2017 15:26