Wettbewerb "Freiwilligenarbeit SICHTBAR" 2014 - Bericht

Zum zweiten Mal fand die Preisvergabe beim Wettbewerb «Freiwilligenarbeit SICHTBAR» der katholischen Kirche im Kanton Zürich statt.
Wettbewerb "Freiwilligenarbeit SICHTBAR" 2014 - Bericht

Vertreterinnen und Vertreter der zehn Freiwilligen-Projekte. Fotos: Christian Murer

Am Freitagabend, 20. Juni, veranstaltete die Kommission Freiwillige des Kantonalen Seelsorgerates den Preisvergabeanlass des Wettbewerbs 2014. Neu war bei dieser zweiten Durchführung, dass Freiwillige selbst sich bewerben bzw. vorgeschlagen werden konnten und dass die Preisträger/innen durch das Publikum gewählt wurden.

In dem mit nahezu 120 Teilnehmenden gefüllten Saal des Centrums 66 war eine sehr unterhaltsame, spannende und auch emotionale Veranstaltung geboten. Der eigens produzierte Film zum Abend gibt hervorragend diese Atmosphäre wieder.

Fünfzehn Freiwilligen-Projekte bewarben sich bzw. wurden vorgeschlagen. Zehn von ihnen konnten sich bei der Preisvergabe persönlich präsentieren. Die Bandbreite ging von der Jugend (Jubla-Sommerlager oder -jubiläums-Team) über Frauen (Organisatorinnen eines jährlichen multikulturellen Frauenfestes, Projekt TANDEM des kath. Frauenbundes) bis hin zu generationsübergreifenden Projekten (Dargebotene Hand, Integration italienischer Pfarreimitglieder, Kinderplausch usw.).

Vertreterinnen und Vertreter der zehn Freiwilligen-Projekte

Sieger aus Zürich-Seebach

Unter dem Motto «Die Armen sind der Schatz der Kirche» siegte die Pfarrei-Werkstätte Laurentius der Pfarrei Maria Lourdes Zürich-Seebach. Zweimal wöchentlich betreibt die Pfarrei-Werkstatt eine offene Arbeitsstätte für Menschen ohne feste Anstellung. Pro Arbeitsstunde erhalten die Werktätigen fünfzehn Franken. Finanziert wird das Ganze mit eigenen Produktionen, Geldern der Antonius-Kasse sowie durch Privatspenden. Durchschnittlich arbeiten dort etwa fünfzig Personen. Dabei ist den Akteuren der Satz wichtig: «Auf gleicher Augenhöhe!».

Pfarreiwerkstätte Laurentius

Den zweiten Rang belegte das Projekt «Dialog-Gruppe Christentum – Islam» in Dietikon. In der Dialog-Gruppe begegnen sich Christen und Muslime seit einigen Jahren auf freundschaftlicher Ebene. Ob im «Märtkafi», im Erzähl-Café für Frauen, bei gemeinsamen Ausflügen, an Podiumsgesprächen sowie bei gegenseitigen Einladungen in die beiden christlichen Kirchen oder in die Moschee: der interreligiöse Dialog geschieht hier mit «Herz, Hand und Fuss». Die Limmattaler Zeitung hob über diese Preisverleihung hervor: "Nun ist der Einsatz für Toleranz sogar preisgekrönt!"

Dialoggruppe Christentum-Islam

Der dritte Preis ging an das jugendliche Helferteam der Pfarrei St. Josef, Glattfelden-Eglisau-Rafz. Das Jugendteam engagiert sich in der Pfarrei im Religionsunterricht der 1. und 2. Oberstufe, in der Liturgie und repräsentiert die Pfarrei bei gemeindlichen Anlässen durch kreative Projekte wie das "Heiligenrad". Der eigens produzierte Film zeigte deutlich: Jugend und Liturgie müssen nicht unbedingt «zwei Welten» sein.

Jugendteam

 

Die Veranstaltung, von den Kommissionsmitgliedern bestens vorbereitet, war auch als eine Anerkennung an alle Freiwilligen gedacht. Dies brachte Karl Conte, Synodalrat für Personalangelegenheiten, in seinem Grusswort deutlich zum Ausdruck. Und in diesem Sinn wurde auch allen der über hundert Teilnehmenden jeweils eine rote Rose überreicht.

Text und Fotos: Christian Murer/Rudolf Vögele

zuletzt verändert: 22.11.2017 15:25