Solidarität zeigen zum Weltaidstag

Weltweit begehen die Menschen jährlich am 1. Dezember den Welt-Aids-Tag - auch in Zürich. Neben einem Fackelumzug erinnert die hiv-aidsseelsorge am kommenden Freitag erstmals mit einer Lichtinstallation am Fraumünster an Männer und Frauen aus Zürich, die an Aids gestorben sind

Stimmungsvolle Portrait-Bilder waren von einigen Jahren in einem Fotoprojekt der HIV-Aidsseelsorge entstanden. Aids-Betroffene standen erstmals zur Infektion und wagten sich aus dem Schatten ans Licht. Titel der Fotoreihe war dann auch „Licht und Schatten“. „Aids-Betroffene sind stark stigmatisiert. Oft weiss nicht einmal das nahe Umfeld von der Krankheit“, erklärt Bruno Willi, Seelsorger und Leiter der hiv-aidsseelsorge. „Für sie war es ein grosser Schritt, sich zu zeigen.“ Einige der portraitierten Menschen leben nicht mehr. An sie erinnern die grossen Projektionen der Portrait-Bilder am Fraumünster, das am 1. Dezember ab 17 Uhr beleuchtet ist. Red Ribbons, die roten Schleifen, die für Solidarität mit Aids-Kranken stehen, erstrahlen als Projektion auch auf der Fassade des Helmhauses.

Fackelumzug und Feier in der Wasserkirche

Ein Fackelumzug durch die Zürcher Innenstadt, organisiert von der hiv-aidsseelsorge, startet um 18 Uhr bei der Wasserkirche. Dort findet um 19 Uhr eine sinnliche, interreligiöse Feier statt, die unter anderem Betroffene und Angehörige gestalten. Die Feier steht unter dem Motto „Licht & Klang“.

Leben mit Aids

Rund 50 Menschen sterben jährlich in der Schweiz an Aids. Die Zahl der Neu-Infektionen blieb hingegen stabil, sie lag in den Jahren 2015 und 2016 bei gut 500.

Die hiv-aidsseelsorge mit ihren Räumen im Universitätsquartier Zürich ist in der Schweiz die einzige Anlaufstelle, die den Austausch von Betroffenen fördert - unabhängig ihrer Religion oder Herkunft - und niederschwellige Seelsorge anbietet.

www.hiv-aidsseelsorge.ch

zuletzt verändert: 29.11.2017 11:01
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