Zum Gedenken an Felix, Regula und Exuperantius

Traditionsgemäss werden in Zürich am 11.September die Stadtheiligen Felix und Regula sowie ihr Weggefährte Exuperantius geehrt. Sie bezahlten ihre Treue zum christlichen Glauben mit dem Leben. Eine Prozession von verschiedenen orthodoxen Kirchen in der Innenstadt erinnert in diesem Jahr an die Schutzpatrone der Limmatstadt.
Zum Gedenken an Felix, Regula und Exuperantius

Auf eine Ikone sind die drei Stadtheiligen dargstellt. Foto: V. Schwizer

Der Legende nach soll das Geschwisterpaar Felix und Regula und ihr Diener Exuperantius um 300 n. Chr. in der Thebäischen Legion im Walis gekämpft haben. Da sie sich nicht von ihrer christlichen Überzeugung anbringen liessen, mussten sie vor ihren Verfolgern fliehen. Sie entkamen über die Furka und das Reusstal, überquerten den Klausenpass, folgten dann der Linth und kamen bis nach «Turicum» am Zürichsee. Hier wurden sie überwältigt und auf der damaligen Insel in der Limmat, wo heute die Wasserkirche steht, enthauptet. Mit den Köpfen in der Hand seien sie noch einige Meter den Hügel hinaufgelaufen. Dort, wo später das Grossmünster erbaut wurde, sind sie gemäss der Überlieferung endgültig zusammengebrochen.

Prozession durch die Innenstadt

Auch in diesem Jahr wird der Märtyrer gemäss römischem Kalender am dritten Tag vor den Iden des September, also am 11.September, feierlich gedacht. Zehn orthodoxe Kirchen der Region Zürich laden gemeinsam zur Prozession und zum orthodoxen Abendgebet ein. Die Prozession startet um 18.15 Uhr beim Fraumünster, stoppt dann bei der Wasserkirche, dem Ort des Martyriums der Zürcher Stadtheiligen, und zieht weiter zum Grossmünster, wo sich einst die Grabesstätte der drei Märtyrer befand.

Um 19 Uhr wird zur feierlichen Vesper zum Fest der Zürcher Stadtheiligen Felix, Regula und Exuperantius im Grossmünster eingeladen. Um 21.15 Uhr gibt es einen Apéro vor der Wasserkirche/ Helmhaus. 

Text und Foto: Viviane Schwizer

zuletzt verändert: 12.09.2014 08:34