Züri Himmel: «Was ihr da macht, ist einfach toll …»

Drei Tage war Zürich in bester Festlaune. Am grössten Volksfest der Schweiz lud die Katholische Kirche im Kanton Zürich nach 2013 zum 2. Mal in den Züri Himmel mit Restaurant, Lounge und Bühne.
Züri Himmel: «Was ihr da macht, ist einfach toll …»

Freitag, 1. Juli 2016, 21 Uhr: Tanzgruppe roundabout auf der Züri Himmel-Bühne. Foto: Peter Knup

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Blick von der Lounge auf den Zürisee mit Feuerwerk. Foto: Peter Knup

Von Freitag bis Sonntag boten 25 Gruppen aus den Pfarreien und Missionen mit rund 720 Künstlerinnen und Künstlern auf der Bühne am General-Guisan-Quai ein farbenfrohes Spektakel an Musik, Chor und Tanz. Zu später Nachtstunde spielten dann noch bekannte Bands auf, so etwa Bee Johnson, Pasta Cowboys oder der Ländlerkönig Carlo Brunner. Die Plätze auf der Lounge mit tollem Ausblick auf den Zürisee waren sehr gefragt und für die drei Feuerwerke ausverkauft. Und im Restaurant lockte als kulinarischer Höhepunkt eine Paella der Spanischen Mission.

Grussbotschaft von Kantonsratspräsident Rolf Steiner. Foto: Peter Knup
Rolf Steiner, Präsident Zürcher Kantonsrat. Foto: Peter Knup

Am Sonntag lud der Stadtverband, der Zusammenschluss aller katholischen Stadtzürcher Kirchgemeinden, als Veranstalter und Organisator des katholischen Auftritts am Züri Fäscht ausgewählte Gäste zur Matinée. Der höchste Zürcher, Kantonsratspräsident Rolf Steiner, dankte in seinem Grusswort den Kirchen für ihren integrierenden Einsatz: «Wir hören uns unter dem Züri Himmel Musikgruppen aus verschiedenen Kulturen an und geniessen diesen Fundus an ‚Fremdem‘. So wie wir hier am Fest offen für Exotisches sind, sollten wir auch auf die Flüchtlinge aus fremden Ländern offen zugehen.»

Ralph Kühne, OK-Präsident Züri Fäscht. Foto: Peter Knup
Ralph Kühne, OK-Präsident Züri Fäscht. Foto: Peter Knup

Auch Züri Fäscht-Präsident Ralph Kühne beehrte die Matinée und freute sich über die Präsenz der reformierten und katholischen Kirche am grössten Zürcher Volksfest: «Die Kirchen bereichern mit ihren Lesungen und Auftritten von Pfarreigruppen das Programm und sind eigentlich am Züri Fäscht nicht mehr wegzudenken.»

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Daniel Meier, Präsident katholischer Stadtverband. Foto: Peter Knup

So sieht es auch Daniel Meier, Präsident des Stadtverbandes, der in drei Jahren wieder am Züri Fäscht teilnehmen will. In seiner kurzen Rede wies er u.a. auf das aktuelle Pilgerprojekt Kirche mit* den Frauen hin, das in der katholischen Kirche mehr Gleichberechtigung fordert. Am 2. Juli hätten die pilgernden Frauen folgendes, seiner Ansicht längst überfälliges, Anliegen beim Papst deponiert: «Wir wünschen uns, dass Männer der Kirche in Zukunft nicht mehr ohne Frauen über deren Stellung, Rolle und Funktion nachdenken. Und nicht mehr ohne Frauen über die Belange der Kirche entscheiden.»

Benno Schnüriger, Synodalratspräsident. Foto: Peter Knup
Benno Schnüriger, Präsident Synodalrat. Foto: Peter Knup

Benno Schnüriger, Präsident des Synodalrats, wies in seiner Ansprache auf den 3. Juli als Gedenktag des Heiligen Thomas, dem Patron der Architekten, Maurer, Zimmerleute, Steinhauer und Feldmesser hin: «Wenn wir rund um das Seebecken herum schauen, dann müssen wir neidlos anerkennen, dass Thomas und Hundertschaften von Bauarbeitern und Handwerkern Ungeheures bewirkt haben. Auch der Züri Himmel ist nicht vom Himmel gefallen. Ihnen allen haben wir zu danken.»

Diesem Dank schliesst sich auch Franziska Driessen-Reding an, Synodalrätin und Mitglied im OK Züri Himmel: «Ein grosser Dank geht an alle Helferinnen und Helfer für ihren tollen Einsatz – ganz speziell an die verschiedenen Pfadiabteilungen im Kanton und an JungwachtBlauring Glattbrugg. Ich habe viele Besucherinnen und Besucher sagen hören: ‚Was ihr da macht, ist ganz toll!‘»

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Tanzgruppe Perù Baila, Misión Catolica de Lengua Española. Foto: Peter Knup

 www.zuerihimmel.ch

Foto-Galerie Züri Himmel

zuletzt verändert: 04.07.2016 15:13