Wünschenswerte Perlen in der Kirche

Zur Plenumssitzung des Seelsorgerates: Vielfältigkeit im Beratungsgremium des Generalvikars
Wünschenswerte Perlen in der Kirche

Foto: A. Landtwing

Welche Perlen, die wir entdecken und vorzeigen können, gilt es, noch mehr zum Glänzen zu bringen? Wo sollten wir noch mehr Kraft und Kreativität investieren? Dieser Frage ging der Seelsorgerat in seiner letzten Plenumssitzung nach und wertete die Ergebnisse aus, welche in der Tagung „Perspektiven wieder entdecken“ am 17. Mai erarbeitet worden waren.

Vielfältiges Engagement

Selbst Mitglieder des Seelsorgerates sind immer wieder überrascht, bei den Berichten der einzelnen Ressorts wahrzunehmen wie intensiv und vielfältig das Engagement des Rates ist. Ein paar Beispiele: An der FamExpo, einer kommerziellen Ausstellung mit über 20‘000 Besuchern, sind die Kirchen als Anlaufstelle mit einem eigenen Stand präsent und beantworten Fragen rund um religiöse Kindererziehung, Gott und die Welt. Die Wallfahrt im Juli führte 800 Zürcher Katholikinnen und Katholiken nach Einsiedeln. Oder das Engagement anlässlich der Bootsflüchtlingstage, welche auf die täglichen Tragödien vor den Türen Europas aufmerksam machten. Einen besonderen Höhepunkt bedeutete die Preisverleihung des Wettbewerbs „Freiwilligenarbeit sichtbar“, bei dem das Publikum selber die Sieger aus den nominierten Projekten erkor. „Diese Beispiele führen deutlich vor Augen, wie sehr der Seelsorgerat ein Gremium ist, in dem nicht nur geredet, sondern konkret diakonisch gehandelt wird“, betonte bei der Plenarversammlung am 26. August 2014 Generalvikar Josef Annen.

Wohin des Weges? Es bleibt spannend!

Schwerpunkt an diesem Abend war der Austausch über die Ergebnisse der Frühlingstagung: So wurde gefragt, wohin der Weg die Katholische Kirche im Kanton Zürich führen soll, welche pastoralen Perspektiven im Hier und Heute zu setzen sind. Definitive Antworten gab es noch keine, aber Einigkeit über Herausforderungen: beispielsweise über „Globalisierung und Migration“, denn Zürich ist ein „globaler Schmelztiegel“. Ebenso wichtig ist eine „Leitungskultur“, der es wesentlich ist, Freiwillige verstärkt zu ermutigen und zu befähigen, die Verantwortung und Kreativität an der Basis zu fördern. Und in Bezug auf die Liturgie: dem Feierlichen vertieft Sorge zu tragen, auch der Stille und dem Gesang Beachtung zu schenken. Solche pastoralen Perspektiven brauchen kein breit ausformuliertes Papier, eher kurze und prägnante Hinweise, die eine Richtung angeben und die animieren, dass jede und jeder  bei sich selber zuerst überprüft, wo er oder sie gefragt ist. Auch dies zeigte sich in den Diskussionen und intensiven Gruppenarbeiten: Der Seelsorgerat bleibt dran. Es bleibt spannend.

zuletzt verändert: 01.09.2014 13:55