Weltjugendtag: Zum ersten Mal im Sommer und in Zürich

Gut 800 Jugendliche treffen sich am kommenden Wochenende in der Zürcher Stadtpfarrei Liebfrauen. Der Weltjugendtag bietet Konzerte, Begegnungen und kreative Workshops im "Designdorf".
Weltjugendtag: Zum ersten Mal im Sommer und in Zürich

Festivalstimmung am Wochenende rund um die Liebfrauenkirche. Foto: zvg

Johanna Lauber vom Weltjugendtag-Team sprüht vor Vorfreude: Die 23jährige aus Luzern ist, seit sie 16 ist, schon an vielen Weltjugendtagen gewesen, hat dort Gleichgesinnte gefunden und schöne Erlebnisse gehabt. «Du erfährst als junger Mensch Widerstand, wenn Du zu Deinem Glauben stehst und regelmässig in die Kirche gehst», erzählt sie. Mit dem Weltjugendtag ist das anders: «Wir haben hier in Zürich so viel Unterstützung erhalten. Das urbane Feeling ist toll. Auch die Reformationsgeschichte prägt Zürich und trotzdem merkt man, dass die katholische Kirche hier eine grosse Rolle spielt.»

Katholisches Festival im urbanen Zürich

Für das Wochenende hat das junge Organisationsteam einiges auf die Beine gestellt. Der amerikanische Franziskaner-Bruder Father Agostino von den „Bronx Brothers“ aus New York spricht. Father Agostino spricht über Berufung.

Diverse Bands treten auf, unter anderem „Mary Lu“ der Pfarrei Maria-Lourdes Zürich. Die Gruppe gewann im letzten Jahr den Kirchenmusikpreis „Klang&Gloria“. Sie eröffnet schon am Donnerstag (6. Juli) den sogenannten Lobpreis-Abend in der Kirche Liebfrauen. Am Freitag dann startet das offizielle Programm um 17 Uhr und endet am Sonntagnachmittag, ebenfalls um 17 Uhr. „Wir bieten ein kleines, urbanes, katholisches Festival“, sagt Johann Lauber, die mit rund 800 jungen Menschen am Wochenende zum Festivalbesuch rechnet. „In verschiedenen Workshops geht es zudem um christliche Werte oder Entscheidungsfindung.“

Drei Bischöfe haben sich zu verschiedenen Anlässen angesagt: der Zürcher Jugendbischof Marian Eleganti, der Schweizer Jugendbischof Alain de Raemy, Bischof Vitus Huonder. Auch Abt Urban vom Kloster Einsiedeln kommt am Sonntag zu einem Gespräch. „Wir erleben die Bischöfe und auch Priester an den Weltjugendtagen nicht als weltfremd. Sie geben Inputs und besprechen mit uns die Themen des Lebens. Der Austausch ist für uns sehr wichtig“, erzählt Johanna Lauber. Papst Johannes Paul II. hatte diese Weltjugendtage 2003 initiiert.

Promo-Tour im Sonntagsgottesdienst

In den letzten Wochen hat das Organisationsteam eine Werbetour durch viele Pfarreien absolviert: Johanna Lauber. „Wir haben Zeugnis abgelegt und für den Weltjugendtag als Ereignis geworben, “ erzählt Johanna Lauber (im Bild rechts).

Nicht nur finanzielle Unterstützung war gefragt, sondern es wurden auch Gastfamilien, die Jugendliche in Zürich beherbergen, gesucht. Diese sind inzwischen gefunden, manche nehmen bis zu vier Jugendliche bei sich zu Hause auf. So kostet ein ganzes Wochenende Weltjugendtag mit Übernachtung und Verpflegung nur 55 Franken pro Person. Der katholische Stadtverband hat den Weltjugendtag finanziell unterstützt.

www.wjt.ch

zuletzt verändert: 04.07.2017 15:51
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