Glaubenszeuge und Friedensstifter

Erinnerungen an Benedikt, den "Gesegneten", werden am Wochenende begangen.
Glaubenszeuge und Friedensstifter

Benedikt-Darstellung aus dem Kloster Fahr Foto: zvg

Der 11. Juli ist der Gedenktag für den Heiligen Benedikt von Nursia. Der Einsiedler, Abt und Ordensgründer lebte in Italien. Bekannt wurde er durch sein Glaubenszeugnis und durch die Niederschrift der benediktinischen Mönchsregel im Jahre 529. 

Geboren wurden die Zwillinge Benedikt (Benedetto) und Scholastika um 480 in Nursia bei Perugia (siehe Bild). Sie entstammten einer reichen Familie. Nach der Schulzeit schickten die Eltern den Sohn zum Studium nach Rom, wo ihn aber die Oberflächlichkeit und Sittenlosigkeit seiner Mitstudenten enttäuschte. Daher zog sich Benedikt zurück in die Berge, wo er zusammen mit einer Gruppe von Einsiedlern lebte. Später lebte er drei Jahre in einer Höhle bei Subiaco östlich von Rom. Über dieser Höhle wurde dann auch das Kloster San Benedetto gegründet.

Mann mit Charisma

Trotz zurückgezogenem Lebenswandel wurden immer mehr Menschen auf Benedikt aufmerksam und wünschten ihn aufgrund seines konsequenten und vorbildlichen Lebenswandels als Anführer. Er wurde beispielsweise gebeten, dem nahe gelegenen Kloster in Vicovaro vorzustehen. Benedikt willigte ein und setzte sich zum Ziel, den Alltag im Kloster neu zu regeln. Dies wiederum passte der Mönchsgemeinschaft nicht. Sie widersetzte sich und versuchte sogar, den unbequemen Abt mit vergiftetem Wein zu töten.

Strukturen als Hilfe

Benedikt verliess den Ort und kehrte ins Tal von Subiaco zurück, wo er das Kloster San Clemente sowie weitere Klöster gründete. Bis heute erhalten blieb etwa der Konvent Santa Scolastica, benannt nach Benedikts Schwester. Leider kam es wiederum zu diversen kircheninternen Intrigen. So zog Benedikt im Jahr 529 weiter nach Monte Cassino, wo er ein Kloster gründete, das als Mutterkloster der Benediktiner und Benediktinerinnen gilt. Benedikt übernahm wiederum die Leitung des Klosters und schrieb hier auch die "Regula Benedicti", ein bedeutendes Regularium für die Benediktinerklöster, das heute noch gilt. Grundsatz der erst später ausformulierten benediktinischen Lehre ist dabei die Idee von "Ora et labora" (Bete und arbeite). Mönche und Nonnen sollen gemäss diesem Modell eine Ausgewogenheit von sinnvoller Arbeit, Gebet, Schriftlesung, Gemeinschaft und Schlaf nach fixen Zeiten anstreben. Das gebe dem gottgewollten Leben eine sinnvolle Struktur.

Feiern am 11. Juli

Im Benediktinerkloster Einsiedeln und im Fahr, das auch zur Einsiedler Klostergemeinschaft gehört, werden am Hochfest des Heiligen Benedikt besondere Gottesdienste gefeiert. Zu den Gottesdiensten sind alle herzlich eingeladen.

Spezielle Gottesdienste am 11. Juli 15  

Im Kloster Einsiedeln:

11.15 Uhr

Pontifikalamt in der Klosterkirche

13.15-16.00 Uhr

Aussetzung des Allerheiligsten in der Unterkirche

16.30 Uhr

Pontifikalvesper in der Klosterkirche

17.30 Uhr

Eucharistiefeier in der Gnadenkapelle

ca. 18.30 Uhr

Rosenkranzgebet bei der Gnadenkapelle

20.00 Uhr

Komplet in der Klosterkirche

www.kloster-einsiedeln.ch

Im Kloster Fahr:

Dein Leben will singenr

HOCHFEST DES HEILIGEN BENEDIKT

Freitag, 10. Juli 2015
17.45 Uhr   Vesper am Vorabend

Samstag, 11. Juli 2015
 7.30 Uhr   Feier der Eucharistie

19.00 Uhr   ABENDLOB
Ein Abendlicher Gottesdienst zum Ausklang des Festtages

Eine Reihe mit Gesängen von Sr. M. Hedwig (Silja) Walter (Text) 
und Barbara Kolberg (Musik), gestaltet von den Schwestern
im Kloster Fahr und Barbara Kolberg/Freiburg (D).

Viviane Schwizer

 

zuletzt verändert: 10.07.2015 13:21