Viele Sprachen – ein Glaube

Jährliches Treffen der Migrantenseelsorgenden in Zürich
Viele Sprachen – ein Glaube

Foto: A. Landtwing

21 verschiedene Sprachgruppen waren vertreten, als sich am vergangenen Freitag die Seelsorger der Migrantenmissionen zu einer Tagung trafen. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst begrüsste Msgr. Luis Capilla, der bischöflich Beauftragte für Migrantenpastoral, die Missionare  zum offenen Austausch, der die Zusammenarbeit optimieren sollte. In einem Impuls illustrierte Generalvikar Josef Annen die Offenheit und Weite, wie sie sich in den Migranten-Missionen abbildet. So kommen am Sonntag allein in der englischsprachigen Mission Menschen aus über 60 verschiedenen Ländern zusammen, um Gottesdienst zu feiern. Dies bedinge ein weites und offenes Herz der Missionare, zugleich aber auch Offenheit den deutschsprachigen Ortspfarreien gegenüber. Vielfach staunen ausländische Missionare ob den besonderen über Generationen gewachsenen Verhältnissen in der Schweiz. Überraschend ist für sie oftmals, dass Laien nicht nur im staatskirchenrechtlichen Bereich der Verwaltung, sondern auch als theologisch bestens ausgebildete Seelsorgerinnen und Seelsorger mitarbeiten. Der Generalvikar stellte in einer kurzen Situationsanalyse auch dar, weshalb es notwendig ist, dass die Pfarreien vermehrt enger zusammenarbeiten. Als wichtiges Anliegen äusserte Annen auch, dass die Seelsorgenden trotz voller Agenda Zeiten einplanen, in denen sie zur Ruhe kommen. Stress und Ratlosigkeit, so ein Gedanke von Papst Franziskus, erleide, wer nicht bei Jesus zur Ruhe komme.

Verschiedene Arbeitsgruppen dienten einem vertieften Erfahrungs- und Gedankenaustusch. Mit dem traditionellen Mittagessen endete die diesjährige Tagung. Dieses jährliche Treffen der Migrantenseelsorgenden ist nicht nur wegen dem intensiven Erfahrungs- und Gedankenaustausch wichtig, sondern zeigt in aller Deutlichkeit, dass persönlicher Kontakt tragfähige Brücken der Integration baut.

zuletzt verändert: 26.01.2015 11:47