Teilrevision Kirchengesetz in der Synode unbestritten

Die Synodalen stimmen in der Vernehmlassung zur Teilrevision des Kirchengesetzes dem Entwurf der Direktion der Justiz und des Innern grundsätzlich zu. Ebenso folgen sie dem Antrag des Synodalrats, zwei kirchliche Liegenschaften der Körperschaft vom Verwaltungs- ins Finanzvermögen umzuwidmen.
 Teilrevision Kirchengesetz in der Synode unbestritten

Sitzung der Synode im Zürcher Rathaus: Synodalrat Daniel Otth (stehend) erläutert den Antrag der Exekutive zur Umwidmung von Liegenschaften:. Foto: Aschi Rutz

Von der Direktion der Justiz und des Innern liegt ein Entwurf für eine Teilrevision des Kirchengesetzes vor, das 2010 in Kraft gesetzt worden ist. Die Hauptziele der Revision betreffen die Verstärkung der kirchlichen Autonomie, die Erleichterung von strukturellen Anpassungen an veränderte Verhältnisse und die Beseitigung von Lücken und Unklarheiten. Konkret soll künftig die Einführung von Parlamenten in den Kirchgemeinden möglich sein und staatliche Vorgaben für die innere Organisation der kirchlichen Körperschaften vermindert werden. Es betrifft dies Gebietsveränderungen von Kirchgemeinden, die Mitgliederzahl der Kirchenpflegen und die Pfarrwahlen. Als einzige Abweichung vom Entwurf des Kantons wird angeregt, dass das im Kirchengesetz genannte Judikativorgan wie bisher Rekurskommission statt Rekursgericht heissen soll. Es mache Sinn, wenn die Judikativen der reformierten Landeskirche und der katholischen Körperschaft im Kirchengesetz die gleichen Bezeichnungen tragen würden.

Postulat betreffend Personalkosten Verwaltung wird abgeschrieben

Ohne Diskussion und mit einer Gegenstimme schrieb die Synode ein Postulat zur Entwicklung der Personalressourcen und den entsprechenden Kosten in der Verwaltung der Exekutive ab. Die Finanzkommission teilt die Ansicht des Synodalrats, dass die Verwaltung mit ihren Strukturen für aktuelle und künftige Aufgaben und die gestiegenen Anforderungen gut gerüstet ist.

Umwidmung von Liegenschaften

Ebenfalls mit lediglich einer Gegenstimme beschloss die Synode auf Antrag des Synodalrats, die beiden Stadtzürcher Liegenschaften an der Neptunstrasse 38 und Wiedingstrasse 46 vom Verwaltungs- ins Finanzvermögen umzuwidmen. Künftig sollen diese Liegenschaften nicht mehr gemischt genutzt werden (Büro und Wohnen), sondern ausschliesslich als Wohnhäuser dienen.

Gedenken an verstorbenes Synodenmitglied

Zu Beginn der Sitzung gedachten die Synodalen an ihrer ersten Sitzung der neuen Legislatur an die Ende Oktober verstorbene Sabina Hayoz aus Seuzach. Hayoz sass zwischen 2003 und 2015 für die Fraktion Winterthur in der Synode und wirkte während sechs Jahren in der Geschäftsprüfungskommission.

zuletzt verändert: 05.11.2015 16:40