Resolution der Synode aus Sorge um das Bistum Chur

Die Synode sprach sich mit 91 zu 0 Stimmen bei zwei Enthaltungen für eine Resolution zur Bischofsnachfolge im Bistum Chur aus. Mit Beifall quittierte das Parlament die Mitteilung des Synodalrats, dass der Rechtsstreit zwischen der katholischen Körperschaft und der W. Schmid & Co AG mit einem Vergleich beigelegt werden konnte. Das 60-Millionen-Budget für 2017 wurde nach langer Diskussion grossmehrheitlich genehmigt.
Resolution der Synode aus Sorge um das Bistum Chur

Felix Caduff, Vize-Präsident der Synode, hat die Resolution initiiert. Foto: Aschi Rutz

Im Namen der Geschäftsleitung begründete Synodenvize-Präsident Felix Caduff das vorgelegte Papier (hier zu Lesen) im Bewusstsein, «dass mit der Resolution keine Forderungen und keine rechtlichen Intentionen zur Nachfolgewahl verbunden werden können». Die Resolution solle aber als ernsthafter Ruf an die Entscheidungsträger der Wahl gerichtet werden, «unsere unbestrittene Sorge um das Bistum wahrzunehmen». Es sei die dringende Bitte, bei der Wahl eines neuen Bischofs zu beachten: «Die Fähigkeit, Frieden zu stiften und Brücken zu bauen, im Bistum verankert und akzeptiert zu sein, ein Ohr beim Volk zu haben sowie eine offene und konstruktive Zusammenarbeit mit den staatskirchenrechtlichen Instanzen zu pflegen». 

Einigung im Streit um die Paulus Akademie

Synodalratspräsident Benno Schnüriger präsentierte den Synodalen einen Vergleich zwischen der katholischen Körperschaft und der W. Schmid & Co AG. Bis spätestens Ende Februar 2017 soll die Eigentumsübertragung des fast fertig gestellten Gebäudes vollzogen sein und das Verfahren der Körperschaft hinfällig werden. Wann die Paulus Akademie im Kulturpark einziehen kann, steht noch nicht fest (hier die Meldung dazu). Synodalrat André Füglister dazu: «Der Neubau an der Pfingstweidstrasse kann sicher im Jahr 2017 noch nicht bezogen werden.»

Über 30 Millionen Franken für Soziales und Bildung

Der Voranschlag 2017 gab zwar lange zu reden, wurde aber mit kleinen Änderungen genehmigt. Das Budget sieht bei einem Aufwand von gut 60.6 Millionen Franken und einem Ertrag von rund 60.7 Millionen Franken einen Ertragsüberschuss von knapp 100‘000 Franken vor. Bei den Einnahmen wird bei den Kirchgemeinden mit Beiträgen an die Zentralkasse von 27.5 Millionen Franken gerechnet. Vom Staat können im kommenden Jahr Beiträge in der Höhe von rund 23.4 Millionen Franken erwartet werden. Zu den grössten Ausgabe-Posten zählen die Bereiche Soziales (20.7 Millionen Franken) und Bildung (12.9 Millionen Franken). Das Eigenkapital wird damit Ende 2017 auf 40.2 Millionen Franken steigen. In diesem Zusammenhang überwiesen die Synodalen mit 50 Stimmen eine Interpellation. Diese bittet den Synodalrat um die Prüfung eines «kalkulierten Eigenkapitalabbaus».

Zweckbestimmung für Bistumsfonds beibehalten

Die Fragestunde nutzte ein Synodale für Nachfragen zum 1991 eingerichteten Bistumsfonds. In seiner Antwort wies Synodalratspräsident Benno Schnüriger daraufhin, dass die Zweckbestimmung des Fonds (Finanzierung eines Bistums Zürich) mit rund 1.16 Millionen Franken nach wie vor erfüllt und nur von der Synode neu definiert werden könne. Dem Fonds würden keine Mittel mehr zugewiesen. Die Haltung des Synodalrats sei klar: «Solange das Bistum Zürich nicht realisiert ist, sollte der Zweck nicht verändert werden.»

Weihnachtlich-rockige Klänge brachte die Gruppe MaryLu in die Synodensitzung. 

Video auf youtube

 

zuletzt verändert: 02.12.2016 09:37
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