Synode mit umstrittenen Geschäften

Zum ersten Mal in diesem Jahr tagt die Synode am Donnerstag, den 14. April. Die 4. Sitzung der 9. Amtsperiode beginnt um 8.15 Uhr im Zürcher Rathaus, sie ist öffentlich.
Synode mit umstrittenen Geschäften

Das Kloster Ilanz hat um finanzielle Unterstützung gebeten. Foto: zvg

Neben einer Ersatzwahl in die Synode stehen vier weitere Geschäfte auf der Traktandenliste.

Dies sind die traktandierten Geschäfte:

  1. Der Synodalrat möchte eine Liegenschaft der Körperschaft vom Verwaltungs- ins Finanzvermögen umwidmen. Er will die Liegenschaft im Baurecht an eine Stiftung abgeben, die auf dem Areal einen Neubau realisieren würde. Die Finanzkommission wehrt sich gegen diese Umwidmung. Sie argumentiert insbesondere mit strategischen Überlegungen und dem ihrer Ansicht nach zu tiefen Baurechtszins. 
  2. Den Synodalen liegt ein Antrag der Exekutive vor, in den Sozialhilfefonds für die Betroffenen fürsorgerischer Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 einen Beitrag von 250‘000 Franken zu leisten. Während die vorberatende Sachkommission Bildung Medien Soziales diesen Antrag unterstützt, lehnt die Finanzkommission den Antrag vor allem aus finanziellen Überlegungen ab.
  3. Das Dominikanerinnen-Kloster in Ilanz plant mit dem Projekt «Trinkwasserkraftwerk Prau Vert» ein Kleinkraftwerk zur Stromgewinnung. Die Hälfte der Gesamtkosten von rund 1,7 Mio. Franken wird von der Schwestergemeinschaft selber aufgebracht, den Rest müssen Spenden decken. Der Synodalrat will das Nachhaltigkeits-Projekt unterstützen und mit 100‘000 Franken Turbine und Generator massgeblich mitfinanzieren. Die Finanzkommission beantragt Ablehnung des Antrags und begründet dies mit der gesunden finanziellen Situation des Klosters, der Budgetplanung 2016 der Körperschaft und der fehlenden sozialen Komponente des Projekts.
  4. Das Lassalle-Haus in Bad Schönbrunn im Kanton Zug gilt als Kompetenzzentrum für Spiritualität, Dialog und Verantwortung und wird derzeit für rund 23,5 Mio. Franken umfassend saniert. Der Synodalrat beantragt der Synode, als Ausdruck der Verbundenheit mit den Jesuiten und dem Lassalle-Haus (1/3 aller Gäste stammen aus dem Kanton Zürich), das Sanierungsprojekt mit 200‘000 Franken zu unterstützen. Die Sachkommission lehnt den Antrag in dieser Form einstimmig ab. Eine Mehrheit will 100‘000 Franken zur Verfügung stellen, die Minderheit aus finanziellen Gründen keinen Beitrag ausrichten.

Zusätzlich wird Synodalratspräsident Benno Schnüriger am Schluss im Rahmen der Fragestunde Auskunft zu zwei Themen geben:

  • Wie weiter mit der Paulus Akademie?
  • Errichtung eines Bistums Zürich

 

Die Traktandenliste und die Unterlagen zu den Geschäften können Sie auf hier  herunterladen.

zuletzt verändert: 11.04.2016 14:29
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