Finanzielle Unterstützung für die Hochschulgemeinde aki

Die Synode beschloss an ihrer Sitzung von heute, der katholischen Hochschulgemeinde (aki) für die Periode 2015 bis 2018 einen jährlichen Beitrag von 515‘000 Franken auszurichten.
Finanzielle Unterstützung für die Hochschulgemeinde aki

Die Synode tagt viermal im Jahr im Zürcher Rathaus. Foto: K.Lenz

Auch die Beiträge an die Freien Katholischen Schulen waren Thema der Synodensitzung: Der Schlussentscheid fällt allerdings erst an der nächsten Sitzung am 26. Juni. Im Weiteren schrieb das Parlament zwei Postulate ab: eines zur Bewirtschaftung der Immobilien im Besitz der Körperschaft, das andere zu den Legislaturzielen des Synodalrates.

Angebote für Studierende und Dozierende

Das aki erhält ab kommendem Jahr bis 2018 jährlich gut eine halbe Million Franken für die Seelsorge an den Hochschulen Zürichs. Dies beschloss die Synode auf Antrag des Synodalrats und der vorberatenden Kommission Seelsorge. Das beeindruckende Angebot zeige ein subtiles Gleichgewicht an Bildungsangeboten und eigentlicher Seelsorge, meinte Kommissionspräsident Urs Heinz. Das breite Angebot mit Vorträgen, Gesprächskreisen, Konzerten, Filmen, Meditationen, Gottesdiensten und geselligen Anlässen steht allen Studierenden und Dozierenden der Hochschulen im Kanton Zürich offen. Ebenso das Haus mit den vielen Räumen am Hirschengraben, Zürich, das mit seinem lauschigen Garten unterhalb der ETH intensiv zum Lernen oder den Austausch genutzt werden.

Caritas Zürich: soziales Handeln unbestritten

Die Caritas Zürich soll neu als eigenständiges Hilfswerk grosse Freiheiten in der Mittelverwendung erhalten. Als Beitrag sind in den Jahren 2015 bis 2018 jährlich 2,5 Mio. Franken vorgesehen. Dieser Betrag ist ein wenig höher als bisher, aber nicht mehr an vorher bestimmte Aufgaben gebunden. Die Caritas finanziert mit diesem Geld neben ihren Grundkosten auch die Hilfe für armutsbetroffenen Menschen im Kanton Zürich. Die Bekämpfung der Familiearmut stand im Fokus der Caritas-Arbeit in den vergangenen Jahren.

Schulgelder sozialverträglich gestalten

Thema an der Synodensitzung waren auch die finanziellen Beiträge an die Freien Katholischen Schulen. Sie solle laut Antrag des Synodalrates in den Jahren 2015 bis 2018 jährlich 2,6 Mio. Franken erhalten. Dies sind 150 000 Franken weniger als der vorherigen Beitragsperiode, da die Schülerzahlen gesunken sind. Über dieses Traktandum wird in einer zweiten Lesung an der Synodensitzung am 26. Juni entschieden.

Strittig war der von der zuständigen Kommission Bildung Medien Soziales (BiMeSo) geforderte Beitrag von zusätzlich 150 000 Franken im Jahr 2015 an den Verein katholische Schulen. Diesen Beitrag lehnte die Synode ab. Auch eine aus dem Parlament geforderte Begleitkommission für den Verein freie katholische Schulen wird nach dem Entscheid nicht eingerichtet.

Immobilienleitbild für körperschaftseigene Liegenschaften

Der Synodalrat wird im Herbst 2014 ein überarbeitetes Immobilienleitbild mit Strategien und Massnahmen einer Bewirtschaftung der körperschaftseigenen Liegenschaften vorlegen. Dieses werde Überlegungen und Antworten u.a. zur Vermietung, zur Nachhaltigkeit und zur Aufteilung in Verwaltungs- und Finanzliegenschaften liefern. Das Liegenschaftsportfolio der katholischen Körperschaft umfasst 15 Liegenschaften mit einem Gebäudeversicherungswert von über 53 Mio. Franken.

Die Synodalen schrieben das Postulat auf Antrag von Synodalrat und Geschäftsprüfungskommission ab.

Legislaturziele des Synodalrats werden nicht diskutiert

Das Postulat von Heymo Empl hatte den Synodalrat eingeladen, seine Legislaturziele mit der Synode zu diskutieren und am Ende der Amtszeit einen Bericht vorzulegen. In seiner Antwort weist die Exekutive darauf hin, dass er sich in seiner Arbeit an den in der Kirchenordnung und dem Pastoralplan festgelegten Zielvorgaben orientiere. Er müsse diese Zielvorgaben nicht für jede Legislaturperiode neu definieren. Er sei auch dezidiert der Meinung, dass eine Parlamentsdebatte über einen amtsbezogenen Massnahmenkatalog nicht zielführend sei. Aus Sicht der Geschäftsprüfungskommission GPK gibt es durchaus Ziele, die im Pastoralplan fehlen. Er denkt hier beispielsweise an den Finanzbereich, an die Liegenschaften und die Infrastruktur. Die Synode schrieb das Postulat grossmehrheitlich ab.

Ersatzwahl in der Kirchgemeinde Stäfa

Die Synode wählte in einer Ersatzwahl Petra Zermin als Synodale der Kirchgemeinde Stäfa. Sie ersetzt die Ende 2013 zurückgetretene Iris Utz.

 

zuletzt verändert: 11.04.2014 10:37