100‘000 Franken Soforthilfe für Flüchtlinge vor Ort

Das katholische Parlament genehmigte das 60-Mio.-Budget für 2016 grossmehrheitlich und sprach zusätzliche Soforthilfe für Flüchtlinge vor Ort. Synodalratspräsident Benno Schnüriger bekräftigte vor den Synodalen die Haltung der Körperschaft, am Erwerb des Grundstücks an der Pfingstweidstrasse festzuhalten.
 100‘000 Franken Soforthilfe für Flüchtlinge vor Ort

Dezember-Synode im Rathaus Zürich. Foto: A. Rutz

Zu Beginn der Sitzung des katholischen Parlaments führte Präsident Benno Schnüriger nochmals die Haltung des Synodalrats aus, welche von der Leitung der Paulus-Akademie geteilt wird: «Am Beschluss, das Grundstück an der Pfingstweidstrasse, auf dem die Körperschaft für die Paulus-Akademie ein Veranstaltungszentrum gebaut hat, gemäss Kaufvertrag mit der W. Schmid & Co. AG zu erwerben, wird bis zum Abschluss des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens festgehalten. Die Gespräche über die künftige Zusammenarbeit mit der Hamasilstiftung im Kulturpark bleiben bis zum Grundstückerwerb sistiert.»

Budget 2016 mit rund 1.4 Mio. Franken Defizit

Als einziges Geschäft an der Synodensitzung war der Voranschlag 2016 der Zentralkasse traktandiert. Dieser schliesst bei Einnahmen von 58.1 Mio. Franken und Ausgaben von 59.5 Mio. Franken mit einem Aufwandüberschuss von 1.4 Mio. Franken. Die Synodalen verabschiedeten das von der Exekutive vorgelegte Budget mit 90 zu 2 Stimmen bei zwei Enthaltungen und brachten zwei Änderungen ein.

Einmal reagierte die Synode auf die aktuelle Flüchtlingsthematik und beschloss zusätzliche 100‘000 Franken an Soforthilfe für Flüchtlinge vor Ort. Im Budget bereits eingestellt ist ein Beitrag in der Höhe von 50‘000 Franken zur Unterstützung von Flüchtlingsprojekten in den Kirchgemeinden. Zusätzlich haben die Synodalen grossmehrheitlich der Schaffung einer Fachstelle bei der Caritas Zürich zugestimmt, welche die Kirchgemeinden bei der Unterbringung, Begleitung und Integration von Flüchtlingen berät und unterstützt.

Die zweite Abweichung vom Budget betraf das Projekt MOVE der Jugendseelsorge Zürich. Dieses startete im Oktober 2011 und läuft Ende 2015 aus. Das Projekt bietet Jugendlichen, die sich in schwierigen persönlichen oder sozialen Situationen befinden, Nachhilfeunterricht. Diesen Förderunterricht für Jugendliche ab der 6. Klasse bestreiten Studentinnen und Studenten. Auf Antrag zweier Synodalen beschloss das Parlament, dieses Angebot erst Ende Schuljahr 2015/2016 auslaufen zu lassen, was den Voranschlag zusätzlich mit 40‘000 Franken belastet. 

Adventliche Musik mit Streichertrio

Verschönerten die Synodensitzung mit Musik zur Adventszeit:  das Streichertrio mit Eleonore Willi, Josef Gazsi und Michel Willi 


Text und Fotos: Aschi Rutz

zuletzt verändert: 03.12.2015 16:24
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