Stadtverband unterstützt die Sozialwerke von Pfarrer Sieber

Vom Baureglement über Pfarrer Sieber zum Züri Fäscht. Präsident Daniel Meier über die wichtigsten Themen der Delegiertenversammlung des katholischen Stadtverbands vom 5. Juli.
Stadtverband unterstützt die Sozialwerke von Pfarrer Sieber

Daniel Meier. Foto: zvg

Was sind die wichtigsten Ergebnisse der Delegiertenversammlung?

Daniel Meier: Wir haben ein neues Baureglement verabschiedet, eine riesige Arbeit. Ein zentraler Aspekt ist unser verstärktes Engagement im Bereich Nachhaltigkeit und Ökologie. Das wurde einstimmig verabschiedet, worüber ich mich besonders freue. Wichtige Themen waren auch noch unsere Spenden für die Renovation Kloster Fahr (300‘000 Franken) und für die Sozialwerke Pfarrer Sieber und das Pestalozzihaus Räterschen (je 100‘000 Franken).

Warum spendet der katholische Stadtverband für ein reformiertes Hilfswerk?

Darüber haben wir tatsächlich diskutiert und sind zum Schluss gekommen: Wir helfen, wo Menschen in Not sind. Die Konfession spielt da keine Rolle. Der barmherzige Samariter hat auch nicht nach der Konfession gefragt, sondern gehandelt. Zürich wäre ohne die Sozialwerke von Pfarrer Sieber ärmer. Hier stehen auch wir als katholische Kirche in der Verantwortung.

Der Stadtverband der reformierten Schwesterkirche steht mitten im Prozess einer grundlegenden Reorganisation und der Fusion der Kirchgemeinden. Gibt es auf katholischer Seite ähnliche Pläne?

Wir beobachten diesen Prozess sorgfältig. Wir wollen vermeiden, dass wir irgendwann aus der Not heraus und unter finanziellem Druck eine Hauruck-Übung durchziehen müssen. Mit etwas zeitlicher Verzögerung werden wir in Zukunft wahrscheinlich vor ähnlichen Problemen stehen wie die reformierten Kirchgemeinden. Deshalb müssen wir schon heute vorsorgen. Vielleicht sind auch bei uns Fusionen irgendwann mal ein Thema, aber kurzfristig ist das kein Thema.

Der Stadtverband war mit dem „Züri Himmel“ wieder prominent am Züri Fäscht vertreten. Hat sich der Aufwand gelohnt?

Irrsinnig! Alle waren begeistert. Ich natürlich auch.

Ihre schönste Begegnung am Züri Fäscht?   

Der Besuch des OK-Präsidenten des Züri Fäscht Ralph Kühne. An der sonntäglichen Matinee sagte er uns, ohne den „Züri Himmel“ würde am Züri Fäscht etwas fehlen. Das hat mich sehr beeindruckt. Auch der Besuch des obersten Zürchers, des Präsidenten des Kantonsrats Rolf Steiner, hat uns sehr gefreut.

Wird es in drei Jahren wieder einen Kirchenauftritt am Züri Fäscht geben?

Das soll unbedingt zur Tradition werden. Für mich ist klar: In drei Jahren sind wir wieder dabei.                 

Vielleicht auch mal ökumenisch?

Der „Züri Himmel“ bleibt ein Auftritt der katholischen Kirche. Aber unter diesem Himmel hat auch die Ökumene Platz. Warum nicht in Form eines ökumenischen Gottesdienstes?

(Interview: Simon Spengler)

 

 

zuletzt verändert: 15.07.2016 09:28