Spiritual Care: Lehrstuhl an der Uni Zürich besetzt

Der Universitätsrat hat am 21. September 2015 Simon Peng-Keller zum ausserordentlichen Professor für Spiritual Care ernannt. Die neu geschaffene Professur, die von der katholischen und reformierten Kirche für sechs Jahre finanziert wird, vermittelt ab dem Herbstsemester 2015 angehenden Ärztinnen und Ärzten sowie Theologiestudierenden den Umgang mit religiösen und spirituellen Bedürfnissen schwer- und chronisch kranker Menschen.
Spiritual Care: Lehrstuhl an der Uni Zürich besetzt

Simon Peng-Keller als Referent. Foto: Paulus-Akademie

Die von Generalvikar Josef Annen initiierte Errichtung einer Professur für Spiritual Care ist an der Theologischen Fakultät angesiedelt und vorerst auf sechs Jahre befristet. Die Professur wird in einem 50-Prozent-Pensum ausgestaltet, ebenfalls vorgesehen ist eine Assistenzstelle. Der Lehrauftrag umfasst ein Wahlpflichtmodul im Rahmen des Mantelstudiums an der Medizinischen Fakultät sowie die Mitwirkung an der Lehre der Theologischen Fakultät.

Simon Peng-Keller – Dozent und Seelsorger 

Der 46-jährige Simon Peng-Keller habilitierte an der Universität Freiburg/Schweiz und wirkte als Dozent an der Theologischen Hochschule Chur, der Theologischen Schule Einsiedeln sowie an der Universität Freiburg. Zudem war er als Seelsorger im Kantonsspital Luzern tätig sowie in verschiedenen Altersheimen in Zürich.

Spirituelle Unterstützung für Schwerkranke

Mit dem Lehrstuhl soll die Forschung auf dem Gebiet der Palliativmedizin und Seelsorge vorangetrieben werden. Studierende der Theologie und der Medizin erhalten künftig eine fundierte Ausbildung im Umgang mit schwer- und chronisch kranken Menschen, die neben der medizinischen Betreuung auch die psychologische, soziale und spirituelle umfasst.

Engagement der beiden Landeskirchen

Die Professur wird von der Katholischen Kirche im Kanton Zürich und der Evangelisch-reformierten Landeskirche Zürich gemeinsam finanziert. Die katholische Kirche bezahlt insgesamt 800'000 Franken, die reformierte Kirche 320'000 Franken. Die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre ist vollumfänglich gewahrt.
Generalvikar Josef Annen sagt zum Engagement der Katholischen Kirche im Kanton Zürich: «Wir sehen es als Aufgabe der Kirche an, Menschen in ihrer letzten Lebensphase mit ihren Ängsten nicht allein zu lassen und ihr Vertrauen auf einen guten Ausgang des Lebens zu stärken.»

Medienmitteilung 22.09.2015 der Universität Zürich

zuletzt verändert: 24.09.2015 09:47