Freiwilligen-Preis geht an Firmbegleiter aus Niederhasli

Neun Nominierte stellten am 24. Juni ihre Freiwilligenprojekte aus Pfarreien und Kirchgemeinden vor. Das Publikum wählte drei Preisträger. Neben den Firmbegleitern aus Niederhasli erhielten das Projekt „Morgentisch und Buebetreff“ der Pfarrei Herz-Jesu, Winterthur, und das Projekt „Café International“ der Pfarrei St. Georg, Küsnacht, einen Preis.
Freiwilligen-Preis geht an Firmbegleiter aus Niederhasli

Synodalrat André Füglister zeichnet die Firmbegleiter aus Niederhasli aus. Foto: Oliver Sittel

Die Jugend, als die vielbeschworene Zukunft der Kirche, lebt mit allen Gläubigen auch in der Gegenwart. Hier fehlen Jugendlichen oft die Freiräume, woran dies auch immer liegen mag. Dass es bei entsprechenden Chancen für Jugendliche heute in der Kirche mehr als Akzeptanz, sondern grosse Zustimmung zu ihrer Arbeit und Zutun am Verkünden des Glaubens geben kann, beweist die Preisverleihung zum Wettbewerb „Freiwilligenarbeit Sichtbar“, zu der am 24.6.16  das Generalvikariat der Katholischen Kirche im Kanton Zürich und die Kommission Freiwillige des kantonalen Seelsorgerates eingeladen hatten. 

Firmbegleiter überzeugten

Den mit CHF 5'000 dotierten ersten Platz gewann das Firmbegleiterprojekt der Pfarrei St. Christophorus aus Niederhasli. Stellvertretend für die Firmbegleiter, die ebenfalls in grosser Zahl dabei waren, nahm Anja Beroud als Mitarbeitende des Pfarreiteams und Verantwortliche für die Firmung die Urkunde entgegen. Die Auszeichnung sei nicht ihr Verdienst, sondern der der jugendlichen Firmbegleiter: „Es gab nach der Firmung viele Jugendliche, die etwas machen wollten, aber nicht wussten was. Die Idee mit den Firmbegleitern, die von der Jugendseelsorge Zürich stammt, fanden wir sehr gut. Wir wollten den Jugendlichen Möglichkeiten geben, sich in der Pfarrei einzubringen. Es gibt gemeinsame Sitzungen, um sich abzusprechen, die Verantwortung liegt beim Pfarreiteam, aber die Jugendlichen machen alles, den kompletten Firmkurs.“

Fabio Del Giudice (18) beschreibt vor allem die Anfänge des Projekts: „Meine Firmung ist schon etwas her und ich bin schon in der Kerngruppe dabei gewesen, als alles angefangen hat. Als wir unsere Erfahrungen mit dem eigenen Firmkurs gemacht hatten und gefragt wurden, ob wir den Kurs in Zukunft für andere selbst machen wollen, bin ich gleich mit eingestiegen.“ Die jugendlichen Firmbegleiter und ihre Verantwortliche Anja Beroud waren überglücklich und fühlten sich bestätigt in ihrer Arbeit: „Der Preis gibt uns eine sehr grosse Motivation, das Projekt weiterzuführen.“, so Beroud.

Begeisterung steckt an 

Rudolf Vögele, verantwortlich für die Pastoral im Generalvikariat Zürich, unterstreicht dies: „Da kam eine Begeisterung rüber. Da war ein ‚Wir wollen diesen Gott weitergeben. Wir wollen mit anderen jungen Menschen diesen Weg gehen. Wir wollen keinen reinen Unterricht.’“ Für Vögele bedeutet dieses Projekt die konkrete Umsetzung einer der Aufforderungen des Papstes, die in Evangelii Gaudium nachzulesen sei: „Geht zu den Menschen! Helft ihnen, Gott zu finden!“

Er hebt besonders das klare Auftreten der Jugendlichen hervor: „Wenn es auch nicht unbedingt dem Katechismus der katholischen Kirche entspricht, aber ich glaube, dass dies viel mehr überzeugt, wenn ein so junger Mensch sich hinstellt und sagt: Gott ist für mich eine Kraft und ich finde es toll, Christ zu sein.“ 

Hier finden Sie die Bildergalerie und den Film zum Preis "Freiwilligenarbeit sichtbar".

zuletzt verändert: 04.07.2016 11:16