Ökumenischer Filmpreis mit Zürcher Beteiligung vergeben

Die ökumenische Jury zeichnete am Filmfest Locarno den iranischen Film „Paradise“ aus. Dieser wurde heimlich unter schwierigen Bedingungen gedreht und zeigt die Probleme im Schulwesen von Teheran.
Ökumenischer Filmpreis mit Zürcher Beteiligung vergeben

Bild aus dem Film "Paradise". Foto: zvg

Die ökumenische Jury begründete die Preisvergabe an den Film wie folgt: „Ein starker mutiger Film über das tägliche Leben Haniehs, einer jungen Lehrerin. Dank spärlichen Freiheitsmomenten lassen sich trotz der einschnürenden Verhältnisse, welche iranische Frauen erdulden müssen, Hoffnungszeichen erahnen.“  Laut Angaben des katholischen Jury-Delegierten von Signis  (Internationale katholische Filmorganisation), Charles Martig, ist der Preis mit einer Verleihförderung  von 20 000 Franken für die Schweiz verbunden, die von den evangelisch-reformierten Kirchen und der römisch-katholischen Kirche der Schweiz gestiftet wird. Mit der Verleihförderung sei es möglich, den Film „Paradise“ einem interessierten Arthouse-Publikum zu zeigen, voraussichtlich bereits im ersten Quartal 2016.

Erstmals in diesem Jahr war auch der Jesuit und Leiter der Hochschulgemeinde Aki Zürich, Franz-Xaver Hiestand, Mitglied der sechsköpfigen ökumenischen Jury.

Ökumenische Jury Locarno: mit Franz-Xaver Hiestand (2. v.r.), ganz links Charles Martig, Filmexperte der katholischen Kirche (Foto: Christian Murer) 

Die ökumenische Filmjury lud am Filmfestival von Locarno zum Gottesdienst in die Chiesa Nuova und richtete einen Empfang für Gäste aus Kirchen, Kultur und Politik aus. An diesem nahm auch Synodalrat Zeno Cavigelli (Ressort Kultur und Kommunikation) als Vertreter der Katholischen Kirche im Kanton Zürich teil.

 

Zeno Cavigelli (rechts) im Gespräch mit Claude Ruey, (Präsident HEKS) Foto: Christian Murer

zuletzt verändert: 21.08.2015 14:19