Ökumenischer Filmpreis

Preis der Jury geht 2013 an den Film «Short Term 12»
Ökumenischer Filmpreis

Marco Solari beim Ökumenischen Empfang im Hotel La Palma – im Hintergrund Charles Martig. Fotos: Christian Murer

Preis der ökumenischen Jury am 66. Filmfestival in Locarno

Text und Fotos: Christian Murer

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Dieses Jahr vergab die Ökumenische Jury ihren Preis an den Film «Short Term 12» des Hawaianers Destin Cretton mit folgender Begründung: «Im Film wird die Geschichte eines Zentrums für Jugendliche erzählt, die auf der Schattenseite der Gesellschaft leben. Missbrauch und Trauma werden mit einem deutlichen und direkten ästhetischen Verfahren präsentiert, welches Engagement und Solidarität zwischen Erziehenden und Bewohnern betont. In einer tragenden, gegenseitigen Beziehung findet die Hauptfigur Grace die Kraft, ihre Vergangenheit zu bewältigen und eine Zukunft jenseits der Gewalt zu beginnen.» Der Preis an «Short Term 12» ist mit 20 000 Franken dotiert und an die Filmdistribution in der Schweiz gebunden. Die Xenix Filmdistribution bringt den Preisträger in die Schweizer Kinos. Das Preisgeld wird von den evangelisch-reformierten Kirchen und der römisch-katholischen Kirche der Schweiz zur Verfügung gestellt.

Zudem vergab die Jury eine lobende Erwähnung an den Schweizer Dokumentarfilm «Tableau noir» von Yves Yersin mit der Begründung: «Yves Yersin legt einen emotionalen Dokumentarfilm über eine Schulschliessung in den Schweizer Bergen vor. Er zeigt, wie man Kindern das Vertrauen in das Leben lehren kann – mit sensiblen Bildern und starken Szenen, die Hoffnung und Freude vermitteln.»

Beim Ökumenischen Empfang am 13. August im Hotel La Palma erhielt Albert Gnägi, langjähriger Präsident der einstigen Schweizerischen Katholischen Filmkommission, aus den Händen von Charles Martig den Ehrenpreis der Ökumenischen Jury von Locarno.

Seit 1973 verleiht die Ökumenische Jury am Filmfestival Locarno ihren Preis an Filmschaffende, denen es mit künstlerischer Begabung am besten gelingt, die Zuschauerinnen und Zuschauer für religiöse, menschliche und soziale Werte zu sensibilieren. Sie befragt die Visionen der Filmschaffenden nach dem Sinn für Gerechtigkeit, Frieden und Respekt sowie nach spirituellen Dimensionen.

www.kirchen.ch/filmjury

Christian Murer

 

Die Katholische Kirche im Kanton Zürich fördert regelmässig junge Filmschaffende, vor allem Diplomfilme sowie erste Spiel- und Dokumentarfilme. Synodalrätin Angelica Venzin betreut die Filmförderung und lässt sich dabei vom Filmbeauftragten des Katholischen Mediendienstes, Charles Martig, beraten.

Der Synodalrat unterstützt dieses Jahr folgende Filme:

Autor / Autorin / Produktionshaus

Arbeitstitel

Beitrag

Esen Isik

„Der Hund“

CHF     5’000

Gabriel Studerus   (HSLU)

„4 Grad kaltes Wasser“

CHF     3'000

Aurora Vögeli        (ZHdK)

„Die roten Schuhe“

CHF     3'000

Titus Fehr

„Size matters!“

CHF     3'000

Samuel Flückiger

„Nachtlicht“

CHF     2'500

Alexander Wigger  (HSLU)

„Edgar und das Kino“

CHF     1'500

Aurèle Ferrier        (ZHdK)

„Into Surfaces“

CHF     2‘000

Total

CHF 20‘000

Rückblick

Im Rückblick auf 2012 lässt sich berichten, dass 9 Filmschaffende unterstützt wurden. Besonders hervorzuheben ist der Erfolg des Kurzfilms „Parvaneh“, der am 8. Juni 2013 den Studenten-Oskar gewonnen hat. Damit ist die Filmförderung der Katholischen Kirche im Kanton Zürich ein Teil dieser Erfolgsgeschichte.

zuletzt verändert: 26.08.2013 13:24