Ökumenische Versammlung der Synoden

In Winterthur haben sich die Mitglieder der reformierten und katholischen Synode am 20. September zu einem gemeinsamen Austausch getroffen.
Ökumenische Versammlung der Synoden

Sitzung der katholischen Synode im Zürcher Rathaus. Foto: Kerstin Lenz

Hauptziel dieses Treffens war, die beiden verschiedenen Kirchenkulturen kennen zu lernen und voneinander zu lernen. Themen waren: Organisation der beiden Synoden, die kirchliche Bildung, Seelsorgeräume und das Projekt "KirchGemeindePlus", Auftritt der Kirchen, Reformationsjubiläum, Mitgliederverlust und Mitgliederwerbung sowie Gemeinsamkeiten.

Angeregte Diskussionen zur Zukunft

In sieben themenbezogenen Gruppen wurde rege ausgetauscht und diskutiert. Der Tenor der Synodalen zu den Informations- und Diskussionsrunden war sehr positiv. Mit Glaubensgeschwistern aus der Schwesterkirche zu diskutieren, ist bereichernd. Man schätzt einander, allen ist die Kirche wichtig und der Mitgliederschwund macht Sorgen. Auch die Finanzen und der Erhalt oder die Umnutzung der Kirchengebäude sind ein grosses Thema.

Das Verbindende betonen

Wie können die christlichen Kirchen miteinander am gleichen Strick ziehen und die Bevölkerung zur aktiven Mitgliedschaft bewegen? Grundsätzlich wünscht man sich mehr gemeinsame Projekte, die das Verbindende fokussieren und nicht das Trennende. Bei politischen Themen sollen wenn immer möglich gemeinsame Stellungnahmen kommuniziert werden.

Zusammenfassend die Aussage eines Synodalen: "Wir lieben unsere Kirchen, wir arbeiten an der Zukunft, und wir wollen das Christentum und damit die Kirchen in der Bevölkerung besser verankern."

Die Synoden sind die Parlamente der Zürcher Landeskirchen. Als Legislative verhandeln sie verschiedene Geschäfte nach parlamentarischen Regeln in öffentlich zugänglichen Sitzungen im Rathaus in Zürich. Die katholische Synode zählt 101  Mitglieder (davon 50 Frauen), die reformierte 123. 

zuletzt verändert: 23.09.2016 09:05