Ökumenische Impulse für nachhaltige Kirchgemeinden

«Erst wenige Zürcher Kirchen sparen Energie», titelte im April das Regionaljournal Zürich-Schaffhausen auf seiner Homepage. Dies wird sich in den kommenden Jahren ändern. Eine ökumenische Impulsveranstaltung lädt reformierte, christ-katholische und römisch-katholische Kirchgemeinden im Kanton Zürich ins Kloster Fahr.
Ökumenische Impulse für nachhaltige Kirchgemeinden

Die reformierte Kirche von Meilen hat das Umweltzertifikat «Grüner Güggel». Foto: WIKIMEDIA/ROLAND ZH

Es gehört zum Leitspruch der Kirchgemeinden, der Schöpfung Sorge zu tragen. Dies geschieht nicht von alleine und verlangt ein nachhaltiges Denken und Handeln. Fachleute sprechen von einem Umweltmanagementsystem. Auf die Kirchgemeinden zugeschnitten ist das Label «Grüner Güggel». Im Kanton Zürich kräht dieser Hahn jedoch erst von wenigen Kirchtürmen.

Nachhaltige Kirche – Utopie oder Realität?

Zeit also, sich als Kirchgemeinde auf den Weg zu machen, zumal eine Mehrheit des Stimmvolkes am 21. Mai das revidierte Energiesetz angenommen hat. Dieses dient u.a. dazu, den Energieverbrauch zu senken, die Energieeffizienz zu erhöhen und die erneuerbaren Energien zu fördern. Die ökumenische Impulsveranstaltung vom 26. Juni im Kloster Fahr bietet Interessierten aus reformierten, christ-katholischen und römisch-katholischen Kirchgemeinden im Kanton Zürich unter dem Titel «Nachhaltige Kirche – Utopie oder Realität?» Raum für eine theologische Einbettung der kirchlichen Nachhaltigkeit und den Austausch von konkreten Massnahmen und Erfahrungen. Priorin Irene Gassmann wird die Teilnehmenden im Kloster Fahr persönlich begrüssen, Pater Martin Werlen vom Kloster Einsiedeln den Faden vom Umweltsystem zur Enzyklika LAUDATO SI’ von Papst Franziskus spinnen und Umweltfachmann und Theologe Andreas Frei den Weg zu einer nachhaltigen Kirchgemeinde aufzeigen.

Stadtzürcher Kirchgemeinden machen ernst

Alle 23 Stadtzürcher Kirchgemeinden – organisiert im katholischen Stadtverband – wollen sich immer stärker auf erneuerbare Energiequellen für ihre Kirchen, Pfarrhäuser und Pfarreizentren abstützen. So sind in den nächsten Jahren Gesamtinvestitionen von bis zu 13 Millionen Franken für Energiecoaching und für Mehrkosten bei allen anstehenden Renovations- und Bauvorhaben hin zu erneuerbaren Energieträgern vorgesehen.

Verein oeku als kirchliches Beratungsorgan

Gesamtschweizerisch ist der ökumenische Verein «oeku Kirche und Umwelt» seit 1986 mit Impulsen für ein nachhaltiges, umweltgerechtes Verhalten in den Kirchen unterwegs. Er wird von rund 600 Kirchgemeinden, kirchlichen Organisationen und Einzelpersonen getragen und ist von der Schweizer Bischofskonferenz, dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund und der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz als Beratungsorgan für ökologische Fragen anerkannt.

Anmeldungen zur ökumenischen Impulsveranstaltung vom 26. Juni 2017

zuletzt verändert: 30.05.2017 16:31