Newsroom von kath.ch in Zürich West im Betrieb

Das Team des Katholischen Medienzentrums hat am 3. Juli ihre Kisten von der Bederstrasse an die Pfingstweidstrasse gezügelt und hier nach einer zweijährigen Planungs- und Bauphase den neuen Newsroom eröffnet. Der Newsroom ist Teil der neuen Medienstrategie der katholischen Kirche in der Schweiz. Seit Januar 2015 wurden in Zürich, Lausanne und Lugano drei sprachregionale Medienzentren aufgebaut. Sie arbeiten unter demselben Logo journalistisch und technisch sehr eng zusammen.
Newsroom von kath.ch in Zürich West im Betrieb

Redaktorinnen und Redaktoren im neuen Newsroom von kath.ch an der Pfingstweidstrasse. Bild: Martin Spilker

Die bescheidene Eröffnungsfeier am 6. Juli fand im kleinsten Kreise statt. Charles Martig, Direktor von kath.ch, begrüsste das gesamte Team von kath.ch und den Vorstand des Katholischen Medienzentrums in den neuen Räumen im Gebäude des Kulturparks Forum Z von Martin Seiz, wo auf gleichem Stockwerk auch die Partnerorganisation «Reformierte Medien» einziehen wird. Charles Martig freut sich auf diesen Neustart und die ökumenische Zusammenarbeit. Eine gute Grundlage dafür sei die Einigung auf einen gemeinsamen Bodenbelag, meinte Martig schmunzelnd bei der Führung durch die neuen Räume, welche durch eine offene Büro-Architektur und denselben Kaffeeraum miteinander verbunden sind. Leitender Redaktor des Katholischen Medienzentrums ist der Journalist Martin Spilker.


Neuer Newsroom von zh.kath: Eröffnungsapéro im kleinen Kreise an der Pfingstweidstrasse in Zürich West. Bild: Sylvia Stam

Über ökumenische Projekte vernetzt
Die beiden Medienzentren arbeiten seit Jahren eng zusammen. Gemeinsame ökumenische Projekte sind u.a. das religionspädagogische Kompetenzzentrum Relimedia, das Printmedien verleiht sowie audiovisuelle Medien für die Bereiche Kirche, Religionen, Ethik und Lebenskunde produziert, verleiht und verkauft. Im Weiteren bieten kath.ch und die Reformierten Medien mit Datenpark einen Hosting und Internetservice sowie den Medientipp (für Filme, Radio- und Fernsehsendungen zu Religion und Gesellschaft) an. Zudem ist auch die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Fernsehen srf ökumenisch, wenn es um das Wort zum Sonntag, Gottesdienstübertragungen oder Radiopredigten geht.

Massgebliche katholische Stimme der Deutschschweiz
Die Ziele des Katholischen Medienzentrums hatte deren Direktor Charles Martig bereits Anfang Jahr in einem Gespräch mit der Kommunikationsstelle der Katholischen Kirche im Kanton Zürich skizziert: «kath.ch soll zu einem eigentlichen Kompetenzzentrum, einer massgeblichen Stimme in der Deutschschweiz werden. Das Medienzentrum nimmt vier Aufgaben wahr, die bisher getrennt verliefen: Hier werden Informationen zu Religion, Politik und Gesellschaft erstellt, verkündigende Sendungen mit Radio und Fernsehen SRF koordiniert, Öffentlichkeitsarbeit für Aktionen und Kampagnen der katholischen Kirche koordiniert sowie Dienstleistungen angeboten. Damit ist kath.ch damit mehr als eine Agentur oder ein Newsroom, vielmehr ein Kompetenzzentrum für Medien in der digital vernetzten Welt.»
In diesem Auftrag geht es um Information, Verkündigung, Öffentlichkeitsarbeit und Dienstleistungen. Neben News und Debatten sollen auch Glaube und Verkündigung ihren Platz bekommen. Und bei den Dienstleistungen gibt es neben dem beliebten Stellenmarkt, dem Zugang zu Communiqués, Adressen und Veranstaltungen neu auch attraktiv gestaltete, multimediale Dossiers. Zudem wird die aktive Präsenz auf Social Media einen Schwerpunkt der Redaktion bilden.

Wochensitzung im neuen Newsroom von kath.ch. Bild: Sylvia Stam

Zusammenarbeit über die Sprachgrenzen hinweg
Das Katholische Medienzentrum in Zürich ist als Verein organisiert. Mitglieder sind Landeskirchen und Bistümer der Deutschschweiz, aber auch Einzelpersonen. Mitte November 2014 wurde Odilo Noti, promovierter Theologe und Leiter Kommunikation von Caritas Schweiz, als Präsident des Vereins gewählt. Zusammen mit dem Vorstand und dem Direktor übernimmt er die strategische Führung des neu gegründeten Katholischen Medienzentrums.
Die drei Medienzentren in Zürich, Lausanne und Lugano handeln im Auftrag der Schweizer Bischofskonferenz und der mitfinanzierenden Institutionen als Verbund. Bei Letzteren handelt es sich um alle Kantone, welche in der Römisch-katholischen Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) zusammengeschlossen sind. «Es gibt ein nationales Rahmenstatut, in dem die publizistischen Grundlinien und der Auftrag der SBK festgehalten sind. Wichtig ist auch ein eigenes Redaktionsstatut, in dem die Unabhängigkeit der journalistischen Arbeit der Medienzentren garantiert ist. Das trägt wesentlich zur Glaubwürdigkeit unserer Arbeit bei», ist Charles Martig überzeugt. «Mit dem Start der Medienzentren gibt es erstmals in der Schweiz ein gemeinsames Logo für die katholische Medienarbeit in der Schweiz und ein gut abgestimmtes Vorgehen. Hier lebt die Kirche eine schweizerische Solidarität, die über die Sprachgrenzen hinweggeht und ökumenisch ausgerichtet ist.»

zuletzt verändert: 17.07.2015 13:17
Schlagwörter: |