Neues Pfarreizentrum für Schwerzenbach

Kapelle, Saal, Foyer und Küche sollen in den nächsten 12 Monaten entstehen. Nach der Vorarbeiten starteten nun die Bauarbeiten für das neue Pfarreizentrum St. Gabriel in Schwerzenbach. Die Bausumme beträgt 4.8 Millionen Franken.
Neues Pfarreizentrum für Schwerzenbach

Das Haus zum Wiesenthal in Schwerzenbach. Foto: Kerstin Lenz

Einst war es der Schopf des Hauses zum Wiesenthal – seit 1998 unter Denkmalschutz. Nun entsteht ein neues Pfarreizentrum für die Pfarrei St. Gabriel in Schwerzenbach, umgeben von Obstbäumen und grünen Wiesen. „Ein Pfarreizentrum, das diesem Namen entspricht“, betonte Markus Zeier, Präsident der Kirchenpflege, an der kleinen Feier zum Baustart auf der Baustelle am 20. Mai. „Vor 50 Jahren hat die Kirchgemeinde das Grundstück erwerben können – mit der Auflage, ein kirchliches Zentrum zu errichten“. Joseph Mbuyi Mukeba, Pfarrer von Dübendorf, segnete die Baustelle und die Beteiligten am Bau und sprach von einem soliden Fundament, das nicht nur Bauten sondern auch Gemeinschaften aller Art bräuchten.

Lange Planung – viel Engagement

Bereits seit dem Jahr 200 konnte die Gemeinde Räume im damals renovierten Wohnteil des Hauses zum Wiesenthal nutzen. Zwei Wohnungen sind dort zudem vermietet. Im nun folgenden Anbau – einst Ökonomiegebäude - sind eine Kapelle im Untergeschoss, weitere Räume für Religionsunterricht, ein Foyer samt Küche sowie ein Mehrzwecksaal mit drei Ebenen geplant. Die Pfarrei braucht einfach mehr Platz für ihre Angebote, ist doch auch die Einwohnerzahl Schwerzenbachs seit den 1960er Jahren von knapp 500 Menschen auf gut 5000 gestiegen. Auch die Vertreter von der politischen Gemeinde hoffen auf neue Impulse für das Leben im Ort. „Es hat von allen Seiten viel Goodwill, Engagement und gute Zusammenarbeit gebraucht“, führt Zeier in seiner Ansprache vor gut 50 geladenen Gästen an der Baustelle aus. Aber nun sind alle Beteiligten wie auch Architekt Thomas Schinkhof froh, die „Zeitkapsel“ – eine weisse Tonne, die später im Fundament versenkt wird zu füllen: mit Bildern der Unti-Kinder, den Bauplänen, des Budget 2015 der politischen Gemeinde und einer Uhr, die den Zeitpunkt des Baustarts mit 16.10 Uhr anzeigt.

Am Ende erhielten die rund 50 geladenen Gäste aus den Pfarreien des Seelsorgeraums, der politischen Gemeinde und den anderen Kirchen ein besonderes Geschenk: einen mehr als 200 Jahre alten Nagel, der mit vielen anderen Nägeln den nun abgerissenen Schopf zusammenhielt und die Zeit trotz Rost gut überdauert hat.

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zuletzt verändert: 23.05.2016 11:50